Darum postete der Alpenverein dieses Bild 

Hinter diesem Foto steckt eine kuriose Berghütten-Geschichte 

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Auf seiner Instagram-Seite postete der Deutsche Alpenverein (DAV) ein kurioses Foto. Wir klären auf, was hinter dem Bild steckt. 

Mittenwald - Wie kommt eigentlich das Bier auf die Berghütte? Was klingt wie ein Thema für die „Sendung mit der Maus“, ist in diesem Fall aber eine ziemlich amüsante Geschichte. Der Deutsche Alpenverein postete auf seiner Instagram-Seite ein Foto von schwer bepackten Männern. Über die Geschichte dahinter lachen nun Bergfreunde in der ganzen Alpenregion. 

Das ausgezeichnete Herbstwetter lockte am Wochenende zehntausende Wanderer aus der ganzen Region in die Berge. Ein Pech also, dass ausgerechnet jetzt die Materialseilbahn für die Brunnsteinhütte ausfiel. Getriebeschaden, ein Zahnrad war abgebrochen! Damit die Bergsteiger nicht auf ihr Bier und eine Brotzeit hätten verzichten müssen, ließ sich Hüttenwirt Hans-Peter Gallenberger etwas einfallen. 

Fünf starke Rücken

Am Donnerstagabend hatte Gallenberger zunächst 360 Eier alleine vom Tal auf seine Hütte hochgetragen. Am nächsten Tag besorgte er sich dann Unterstützung von seinem Sohn, der beim EV Mittenwald Eishockey spielt. Zusammen mit drei weiteren Teamkameraden schleppten die starken Männer am Freitag und Samstag neun Fässer mit Bier und Limo hoch. Und die hatten es in sich: 38 Kilo ist so ein Fass schwer! Dazu noch 180 Stück Salat, Brot und andere Lebensmittel.

Insgesamt mussten rund 550 Kilo Proviant auf die Alm, die auf 1560 Höhenmetern liegt. Die jungen Sportler konnten sich damit das Krafttraining im Fitnessstudio sparen.

Tatsächlich wurden die ganzen Lebensmittel am Wochenende auch dringend gebraucht, denn es gab einen regelrechten „Sturm“ auf die Berghütte. Für Schorlen schenkten die Wirtsleute Gallenberger Wasser von der Sulzleklamm-Quelle aus. „Es war spannend zu beobachten, ob die Vorräten bis Sonntag reichen würden“, erzählt der Hüttenwirt schmunzelnd. Bis auf ein halbes Fass Bier ist alles weg, die Planung ging also genau auf. 

Hubschrauber wäre zu teuer gewesen

Doch wäre es nicht auch anders gegangen? Theoretisch ja: Gallenberger hätte auch einen Transporthubschrauber mieten können. „Aber der hätte für den Flug 1300 Euro gekostet. Da hätte ich ja gleich zusperren können!“, rechnet der Hüttenwirt vor.

Die Schlepperei hat noch kein Ende: Am Freitag muss er für die Reparaturarbeiten an der Seilbahn unter anderem noch sieben Liter Getriebeöl nach oben tragen! Bei dem vorhergesagten schönen Wetter soll die DAV-Hütte wieder für Wanderer öffnen. 

Rubriklistenbild: © D eutscher Alpenverein/Instagram

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