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57 Zimmer und Suiten, dazu ein 1500 Quadratmeter großer SPA-Bereich: das Hotel Nidum.

Team steigt in Hotel nahe Seefeld ab

Trainingslager der DFB-Elf: „Ritterschlag“ für die Region 

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schlägt in Seefeld vor der Europameisterschaft ihr Trainingslager auf. Für die Region hat das einen großen Wert. 

Seefeld – Der deutschen Fußball-Nationalelf wird es an nichts fehlen, wenn sie im Mai ihr Trainingslager im Hotel Nidum im tirolerischen Mösern (Gemeinde Telfs) bezieht. Geboten ist unter anderem eine direkt in den Fels gehauene Sauna, die nur über eine Hängebrücke zu erreichen ist. Auch ein Gläschen Champagner im Whirlpool können die Spieler genießen – wenn die Verantwortlichen denn solche Lustbarkeiten auf dem Hochplateau erlauben.

Erwartet werden die Fußballer „um den 25. Mai“, weiß der Seefelder Bürgermeister Werner Frießer. Nach dem Finale im DFB-Pokal sollen sie eintreffen, das am 23. Mai ausgetragen wird. 13 Tage Aufenthalt sind geplant. Für die Trainingseinheiten stehen zwei Naturrasenplätze und ein zusätzliches Kleinfeld im Bereich der Skisprungschanzen zur Verfügung.

Frießer ist klar: „Es wird ein großes Medieninteresse geben.“ Das Pressezentrum wird in der WM-Halle sein, wo bereits die Journalisten bei der Nordischen Ski-WM in diesem Jahr arbeiteten. Zwischen 150 und 300 Medienvertreter werden laut Elias Walser, Geschäftsführer des Tourismusverbands, erwartet. „Das hat einen extremen Wert für die Olympiaregion Seefeld.“ Walser spricht von einem „Ritterschlag“.

Ein Argument für Seefeld war sicher die gute Verkehrsanbindung. Der Flughafen Innsbruck ist nur rund eine halbe Stunde entfernt. „Da ist die An- und Abreise sehr angenehm“, sagt Frießer. Der Bürgermeister betont: „Neben der wunderschönen Natur, Ruhe und Entspannung kann sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Olympiaregion Seefeld auf beste Trainings- und Freizeitmöglichkeiten freuen.“

Dem Hotel ist es eine Ehre, die Top-Fußballer zu beherbergen. „Das vielseitige Angebot im Nidum sowie die Professionalität von Gastgebern und Team haben bereits Topmannschaften wie RB Leipzig, Dynamo Kiew und die japanische Nationalmannschaft überzeugt“, sagt Hotelchef Maximilian Pinzger. „Von der topmodernen Fitness-Area mit Panoramablick in die Natur über einen speziell ausgestatteten Bewegungsraum bis hin zu professionellen Behandlungsräumen steht für ein erfolgreiches Training alles bereit.“ Pinzger verspricht, gemeinsam mit den Partnern Tourismusverband, SLFC (Organisator des Trainingscamps) und der Gemeinde Seefeld „für einen reibungslosen Ablauf“ zu sorgen, damit sich die Nationalmannschaft voll auf ihr Training konzentrieren kann.

Dass sich viele Teams sehr gut in Seefeld vorbereitet haben, ist dem DFB bekannt. „Auch uns hat das Gesamtkonzept der kurzen Wege, einem Hotel, in dem wir uns gut regenerieren werden, und besten Trainingsbedingungen überzeugt“, unterstreicht Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie. Die Gastgeber seien mit viel Kompetenz und Herzblut bei der Sache, das sei zu spüren. „Daher freuen wir uns auf diese intensiven Wochen in Tirol.“ Fans werden sicher auch einige vor Ort sein. „Es wird aber in Seefeld keine öffentlichen Trainings geben“, sagt Walser vom Tourismusverband, „wenn dann in Innsbruck.“

Hoffnungen auf ein Trainings-Camp der Nationalelf hatten sich auch Ohlstadt und Garmisch-Partenkirchen gemacht. Doch Anfang Juli war klar: Die Mannschaft wird sich während der Europameisterschaft in keinem der beiden Orte einquartieren.

Roland Lory

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