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Das kostet Kraft: Für die schöne Landschaft haben diese Soldaten angesichts der Strapazen kein Auge. 

Soldaten beweisen sich bei Edelweiß-Raid 

Gebirgsjäger vollbringen Höchstleistung vor atemberaubender Kulisse

Die Mittenwalder Gebirgsjäger haben tolle Resultate bei der Edelweiß-Raid in Tirol eingefahren. Nur die Schweizer waren besser.

Wattener Lizum/Mittenwald – Das kann sich sehen lassen: Beim renommierten Alpinwettkampf „Edelweiß-Raid“ in der Wattener Lizum holten die drei Teams der Mittenwalder Gebirgsjäger die Plätze zwei, fünf und sieben. Insgesamt traten zu dieser militärischen Spezialkonkurrenz Soldaten aus zehn Nationen an. Die Mannschaften kamen aus Österreich, Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland und der Schweiz.

Umso erfreulicher das gute Abschneiden der Jager aus der Edelweißkaserne. „Bei dem internationalen Teilnehmerfeld sind diese Platzierungen alles andere als selbstverständlich“, verdeutlicht Hauptfeldwebel Martin Englmann. „Die Burschen haben in dem fordernden Wettkampf alles gegeben und an einem Strang gezogen, eine bärenstarke Leistung.“ Englmann führte eines der drei Teams vom Hochgebirgsjägerzug des Bataillons 233 auf Rang zwei.

Das nötigte auch dem Kommandeur, Oberstleutnant Björn-Ulrich Kohlbach, Respekt ab. „Unsere Soldaten haben hier nicht nur ihr militärisches Können und ihre körperliche Leistungsfähigkeit in beeindruckender Weise demonstriert, sondern auch mit ihrem professionellen und tadellosen Auftreten die Bundesrepublik Deutschland gebührend vertreten.“

Doch vor so viel Lob vom Chef stand ordentlich Schweiß. So mussten die Soldaten in ihren Tarnanzügen an den beiden Wettkampftagen mit voller Kampfausrüstung von zirka 25 Kilogramm Gewicht die 40-Kilometer-Strecke und 4500 Höhenmeter im Aufstieg bewältigen. Da blieb wenig Zeit, das atemberaubende Panorama der Tuxer Alpen zu genießen. Zumal mal man nicht nur Kilometer fressen, sondern an verschiedenen Stationen militärisches Können beweisen musste – etwa bei der Bergung eines Lawinenverschütteten, beim Abfahren am Seil, Handgranatenwerfen, Abseilen, Scharfschießen und beim Verwundetentransport mit Universaltrage. Beim Schluss-Sprint galt es, die letzten Reserven für den Zieleinlauf im Hochlager Lizum zu mobilisieren.

Am Ende setzte sich eine Mannschaft aus der Schweiz vor Team I aus Mittenwald und der österreichischen Auswahl des Jägerbataillons 24 aus Lienz durch.

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