Signalstörung: Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Fassungslos: OK-Chef Klaus Esper dokumentiert die Schmiererein mit seiner Kamera.

Mit Parolen beschmiert

Ehrenmal am Hohen Brendten: Anschlag aus dem Nichts

Damit hat in Mittenwald wohl keiner mehr gerechnet: Erneut wurde das Ehrenmal der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten mit Parolen beschmiert – seit 2003 bereits zum vierten Mal. Die Polizei geht von einem politischen Hintergrund aus. Inzwischen hat der Staatsschutz die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen.

Mittenwald – „Mir hat es förmlich die Sprache verschlagen.“ Noch immer ringt Hartmut Wittmann um die richtigen Worte. „Haben diese Kranken wirklich wieder Hand an das Ehrenmal gelegt.“ Das Mitglied der Mittenwalder Ortskameradschaft (OK), der als Gästeführer für die Isartaler Tourismus-GmbH Alpenwelt Karwendel tätig ist, wurde bei einer Fackelwanderung von Urlaubern auf den jüngsten Frevel aufmerksam gemacht. Wieder haben Unbekannte das Gebirgsjäger-Monument auf dem Hohen Brendten mit Parolen beschmiert. „Kein Vergeben“, „Kein Vergessen“ oder „Mittenwald = Nazikaff“ wurde mit lila Farbe auf die Front und die Ostseite der beiden Granittürme gesprüht. Bekannte Losungen der links-autonomen Szene, die in der Hoch-Zeit der Demonstrationen gegen das Gebirgsjäger-Treffen vielfach skandiert worden waren.

Auch der am 13. September 2015 eingeweihte und 5,9 Tonnen schwere Granitblock vor dem Ehrenmal blieb nicht verschont. Auf ihm prangt nun „Soldaten sind Mörder“ und „Fight Fascim“ (Anm. d. Red.: Sollte wohl Fascism lauten).

Rückblende: Zwischen 2002 und 2009 haben linksgerichtete Aktivisten im Dunstkreis des sogenannten Arbeitskreises Angreifbare Traditionspflege versucht, mit Kundgebungen und Störaktionen in Mittenwald dieBrentenfeier zu brandmarken. Für sie sind die Gebirgsjäger ob der Verbrechen im Zweiten Weltkrieg „Mörder unterm Edelweiß“. Mehrfach in dieser Phase waren die Stelen auf dem Hohen Brendten Ziele von Anschlägen gewesen. Einmal wollten die nie gefassten Störenfriede sogar das Holzkreuz abfackeln – was zum Glück misslang.

Nun also schlugen sie am Ehrenmal – seit 2009 in der Liste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege – erneut auf dem Gelände des Kameradenkreises der Gebirgstruppe zu. Sehr zum Leidwesen von Klaus Esper, dem Vorsitzenden der OK Mittenwald, die sich um den Erhalt des Monuments kümmert und jedes Jahr mit rund 25 Mitgliedern für den reibungslosen Ablauf des Brendten-Gottesdienstes sorgt. „Ich bin bestürzt, dass nach der ohne Störungen abgelaufenen Feier im Mai 2017 unser Ehrenmal wieder verunstaltet wurde“, bedauert Esper. Der pensionierte Soldat hat den neuerlichen Vorfall umgehend dem übergeordneten Kameradenkreis der Gebirgstruppe gemeldet.

Natürlich wurden die Schmierereien der örtlichen Polizei zur Anzeige gebracht. Wie hoch der Sachschaden ist, konnte noch nicht beziffert werden. Inzwischen hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, da man von einer politisch motivierten Tat ausgeht. Hinweise nimmt die Mittenwalder Polizei unter Telefon 0 88 23/9 21 40 entgegen.

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Kommentare

anno2015
(1)(0)

// kein Vergeben. Kein Vergessen. //
...darum hätten die Schmieranten nicht extra bitten müssen.
.

Chris77Antwort
(3)(0)

Ich bitte darum, dass man nicht seine Unschuld beweisen muss, sondern umgekehrt. Gilt selbstverständlich auch für linksradikale oder Islamisten. Der Rechtsstaat muss allerdings auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Strafverfolgungsbehörden arbeiten können, etwa eine eindeutige Registrierung aller Personen ohne Pass, die sich in diesem Land aufhalten (z.B. fälschungssicheres Ersatzdokument mit Fingerabdrücken statt teils über 20 legale "Identitäten"). Oder noch sicherer: Flächendeckende Grenzkontrollen und kein Zugang ohne Papiere.

Chris77Antwort
(4)(0)

Merke: Linksextremisten, die Rohrbomben (!) im Auto spazierenfahren, werden in den Meldungen "Aktivisten" genannt, das Spruchbanner "Sichere Grenzen, sicheres Land" am Brandenburger Tor ist eine "Nazi-Parole". Prinzip verstanden?