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Vier Männer, ein Kanal: (v.l.) Egon Kleinlercher (Bauführer vor Ort), Bürgermeister Adolf Hornsteiner, Jochen Neuner (Tiefbauamtschef) und Anton Schönach (Bauleiter) freuen sich über den Fortschritt am Lainbach. 

„Lob und Anerkennung an die Anwohner“

Erster Abschnitt des Millionen-Projekts am Lainbach abgeschlossen

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Mittenwald – Geschafft! Der erste Abschnitt des Acht-Millionen-Euro-Projekts am Lainbach konnte pünktlich abgeschlossen werden. Die Arbeiten sind sogar weiter fortgeschritten als geplant. Jetzt laufen die Vorbereitungen für 2017.

Er hat nicht gerade das leichteste Jahr hinter sich. Einiges ist auf Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) eingeprasselt. Nicht zuletzt das gescheiterte Hotel-Projekt und damit verbunden der eingeleitete Bürgerentscheid zum Neubau eines Hallenbads für Mittenwald. Aufputschmittel hat der Rathauschef jedenfalls nicht nötig. Schon eher Baldrian-Tropfen zur Beruhigung. Da kommt ihm zur Abwechslung eine gute Nachricht mehr als recht. Und die freut ihn wirklich, weil sie mehr Sicherheit für die Bürger bedeutet. Der erste Abschnitt der Hochwasserschutz-Verbauung am Lainbach ist beendet – bis auf minimale Restarbeiten.

450 Meter der Laintalstraße sind „hochwassersicher“

Es ist geglückt, alles wie geplant fertig zu stellen. Und zwar auf der gesamten Länge der Laintalstraße. 450 Meter seien nun „hochwassersicher“. Damit nicht genug: Neben der abgeschlossenen Straßenasphaltierung in diesem Bereich, konnte schon ein Teilstück von rund 30 Metern bis zur Kranzbergstraße in Angriff genommen werden. Dabei war dieses erst für 2018 vorgesehen.

Ein Stein ist dem Rathauschef vor allem vom Herzen gefallen, weil keine Probleme mit den Anliegern auftraten. „Lob und Anerkennung an die Anwohner – sie haben spürbare Beeinträchtigungen erdulden müssen“, betont er. Vorbildlicher hätte ihm zufolge die Zusammenarbeit nicht laufen können. Dazu haben die Arbeiter vor Ort und die Bauleitung beigetragen, weil sie unkompliziert und flexibel auf Fragen und Anregungen seitens der Betroffenen reagierten. Sogar als in einem Haus ein Riss an der Wand entstand, regelte man dieses Problem sofort. „Wir lassen da niemandem im Regen stehen“, macht Hornsteiner deutlich. Andersherum die Bürger die Gemeinde auch nicht. Eine Komplikation lässt der Bürgermeister nicht unter den Tisch fallen. Bei der Trassierung ist man auf ein Privatgrundstück gestoßen. „Das war so nicht geplant“, räumt er ein. Aber man konnte sich mit dem Eigentümer einigen und eine Lösung finden.

Jetzt erst mal Winterpause - Im April steht Teil zwei auf dem Programm

Jetzt kehrt an der Baustelle erst einmal die Winterruhe ein. Und zwar nur dort. Denn in den Büros werden längst die Weichen für das kommende Jahr gestellt. Seit Monaten laufen die Planungen für die Folgeabschnitte. Ab April 2017 steht Teil zwei auf dem Programm. Dieser umfasst den Bereich Am Anger und reicht in etwa bis zur evangelischen Kirche. Im Idealfall gelingt es sogar noch, mit Abschnitt drei zu starten. Jetzt geht es aber erst darum, die Unterlagen für die Ausschreibung fertig zu machen. „Sie gehen nach Weihnachten raus“, prognostiziert Hornsteiner. Ende Januar kommt es zur Angebotseröffnung. Ein Termin, bei dem es Hornsteiner möglicherweise den Adrenalin-Spiegel wieder in die Höhe treibt. Schließlich wird sich dann zeigen, ob die Plankosten von insgesamt 8,1 Millionen Euro eingehalten werden können. „Wir sind gespannt, was kommt.“ 70 Prozent der kalkulierten Investitionen trägt der Freistaat Bayern, den Rest die Marktgemeinde. Die Anlieger werden ausschließlich beim Ausbau der Straße zur Kasse gebeten. Dass dieser nötig ist, das habe Hornsteiner zufolge der Vorfall im November gezeigt, als ein Stück der Asphaltdecke an der Goethestraße einbrach und ein Müllfahrzeug in dem Loch stecken blieb (wir berichteten). „Das hat gezeigt, es ist nicht fünf vor Zwölf, sondern zwölf Uhr.“

Ein bisschen mehr Zeit bleibt noch, bis Los vier 2018 vor der Tür steht – der Hochwasserschutz im historischen Ortsteil Gries. „Das ist der schwierigste Teil.“ Dort herrschen beengte Verhältnisse. Aber darüber muss sich Hornsteiner jetzt noch nicht intensiv den Kopf zerbrechen.

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