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Willkommen in Mittenwald: Thomas Holzer (2. v. l.) hat offiziell seinen Dienst angetreten. Bei der Amtseinführung gratulieren ihm (v. l.) Thomas Schwarzenberger (Bürgermeister Krün), Polizeipräsident Robert Kopp, Andreas Nieß (Vorgänger von Holzer), Hansjörg Zahler (Bürgermeister Wallgau) und Gerhard Schöner (Vize-Bürgermeister Mittenwald). 

Thomas Holzer zurück in der Heimat 

Führungswechsel bei der Polizei Mittenwald

Zurück zu den Wurzeln: Am Montag wurde der neue Dienststellenleiter Thomas Holzer offiziell in sein Amt eingeführt. „Jetzt bin ich wieder da“, sagt der Krüner erfreut, der einst im Geigenbauort seine beruflicheKarriere begonnen hat.

Mittenwald – Man sah es ihm förmlich an: Dass Thomas Holzer (58) nun Mittenwalder Polizeichef ist, freut ihn ungemein. „Jetzt bin ich wieder da“, sagte der Krüner am Montag bei seiner offiziellen Amtseinführung im Rathaus. Denn im Oktober 1975 startete er seine berufliche Karriere als Praktikant unterm Karwendel. Bei seiner ersten Streifenfahrt mit dabei: Dieter Schermak (59). Nun sind er und Holzer wieder Kollegen in der Mittenwalder Dienststelle. So schnell vergeht die Zeit, mag sich Schermak, der gestern ebenso unter den Gästen weilte wie der langjährige Inspektionschef Michael Weber (61), möglicherweise gedacht haben.

Mit Thomas Holzer jedenfalls nimmt nach dem Wallgauer Alfred Holzer (bis 2005) wieder ein Beamter mit Isartaler Stallgeruch auf dem Mittenwalder Chefsessel Platz. Und wie: Beiläufig erwähnte der Hauptkommissar, er sei sowohl mit dem Mittenwalder Bürgermeister Adolf Hornsteiner als auch mit dessen Krüner Amtskollegen Thomas Schwarzenberger weitschichtig verwandt. „Ich bin also sehr eng vernetzt und verwurzelt.“

Das war sicherlich nicht das Kriterium, warum der ehemalige Grenzpolizist, Schleierfahnder und Chefredakteur der Mitarbeiter-Zeitschrift „Bayerns Polizei“ die Inspektionsleitung übertragen bekam. Mit seiner „hohen Fach- und Einsatzkompetenz sind Sie der richtige Mann an der richtigen Stelle“, verdeutlichte Robert Kopp, der Chef des übergeordneten Polizei-Präsidiums Oberbayern Süd.

Die kommenden drei bis vier Jahre bis zu seiner Pensionierung wird Holzer keinesfalls absitzen. Das strich er gestern deutlich heraus. „Ich möchte die Polizei-Inspektion Mittenwald als das verkaufen, was sie ist: eine vollwertige Dienststelle und keine kastrierte!“ Denn immer wieder macht das Schreckgespenst der drohenden Schließung die Runde. Doch davon ist man laut Polizeipräsident meilenweit entfernt. „Wir rütteln nicht an der Inspektion“, versicherte Kopp.

Auch Andreas Nieß (35), der von Juli bis Dezember 2017 in der Übergangszeit als Inspektionschef Verantwortung trug, sprach noch ein paar Abschiedsworte. Zum bereits 17. Mal in seiner Karriere musste er nun die Koffer packen. Eigentlich Routine, aber „dieses Mal ist es mir schwerer gefallen“. Zu sehr hat ihm die sogenannte Führungsbewährung unterm Karwendel Freude bereitet. Er blickte dabei auf den reibungslosen Ablauf beim Bozner Markt 2017 zurück.

Während Nieß sich nun nach dem Durchlauf-Posten Mittenwald auf seinen Master-Studiengang an der Deutschen Polizei-Hochschule in Münster vorbereitet, geht es für den waschechten Isartaler Thomas Holzer zurück zu den Wurzeln. Der gute Rat von Mittenwalds Vize-Bürgermeister Gerhard Schöner: „Lass’ Dich ned ärgern.“

Christof Schnürer

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