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Aufbruch ins Ungewisse: Im Mai haben die Gebirgsjäger von ihrer Heimatgarnison Abschied genommen. 

Bundeswehr-Einsatz in Mali 

Mittenwalder Gebirgsjäger im Soldatenglück

Auftrag erfüllt, keineToten und Verletzten:So lautet wahrscheinlich die erfreuliche Botschaft, wenn in den ersten drei Februarwochen die Mittenwalder Gebirgsjäger von ihrem gefährlichen Mali-Einsatz in die Heimat zurückkehren.

Mittenwald – Monate in der brütend heißen afrikanischen Einöde sind so gut wie geschafft. „Keine Anschläge, keine Überfälle, keine Explosionen – gar nichts“, vermeldet Dennis Arians, der Presse-Offizier des Mittenwalder Gebirgsjäger-Bataillons 233. „Da haben wir mit wesentlich Schlimmerem gerechnet“, räumt der Hauptmann freimütig ein. Doch die top-vorbereiteten Jager hatten offenbar echtes Soldatenglück.

Seit Mai 2017 sind über 200 Männer und Frauen aus der Edelweiß-Kaserne im Rahmen einer UN-Mission im krisengeschüttelten Mali im Einsatz. In den ersten drei Februarwochen sollen sie laut Arians zurückkehren. Nach der Landung in Köln verabschieden sich die Soldaten aber umgehend in den verdienten Erholungsurlaub. Der Willkommens-Appell in der Heimatgarnison ist für April terminiert.

Damit nimmt ein sieben Monate währender Einsatz ein gutes Ende. Was beileibe nicht selbstverständlich ist, seit marodierende Tuaregs und selbsternannte Gotteskriegern das bettelarme Mali in den Würgegriff genommen haben. „Die Lage ist angespannt – nicht ruhig, aber stabil“, analysierte Kommandeur Björn-Ulrich Kohlbach gegenüber dem Tagblatt kurz vor seiner Abreise ins Ungewisse. Im Camp Castor nahe der Stadt Gao (90 000 Einwohner) bezogen die Mittenwalder im Glutofen (Durchschnittlich 50 Grad im Schatten) Stellung. Insgesamt verschanzten sich 1500 Soldaten aus unterschiedlichen Ländern in dem Militär-Stützpunkt in der Nähe des westafrikanischen Flusses Niger.

Beim Abschiedsappell Ende Mai 2017 in der Kuranlage Puit überreichten die beiden Bürgermeister Adolf Hornsteiner (Mittenwald) und Thomas Schwarzenberger (Krün) Kohlbach und Co. die Ortsschilder ihrer Patengemeinden. „Die sollen sie daran erinnern, dass wir alle hoffen, dass sie unbeschadet an Leib und Seele zurückkommen.“ Wie es aussieht, wurde der Wunsch von Hornsteiner erfüllt.

Christof Schnürer

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