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Endlich deutschen Boden unter den Füßen: Teile des Mittenwalder Mali-Kontingents sind am Wochenende auf dem Flughafen Köln-Bonn gelandet. Jetzt gibt es erst mal einen kräftigen Schluck Bier.

Es sind immer noch nicht alle daheim

Bundeswehr-Airbus defekt: Mittenwalder Gebirgsjäger erleben Odyssee nach Mali-Einsatz

Erst Einsatz im Glutofen, dann tagelang auf die Abreise gewartet und auf Umwegen nach Deutschland geflogen. Jetzt sind Teile des Mittenwalder Mali-Kontingents wieder in der Heimat.

Mittenwald – Über Umwege sind am Sonntag weitere Teile des Mittenwalder Mali-Kontingents nach Deutschland zurückgekehrt. Bezeichnenderweise mit einer französischen Militärmaschine – der deutsche Airbus steckt bekanntlich defekt in Dakar im Senegal fest – hoben die Gebirgsjäger am Samstag (13.30 Uhr Ortszeit) nach mehreren Tagen nervtötender Warterei in Bamako, der Hauptstadt des Einsatzlandes, ab.

Doch die Einheiten des Bataillons 233 gelangten keineswegs im Direktflug in die Bundesrepublik. Nach der Landung in Paris am Abend (19.30 Uhr) vergingen weitere knapp 24 Stunden, ehe es am Sonntag um 19 Uhr für die 57 Gebirgsjäger mit der Maschine einer zivilen Airline weiter ging zum Flughafen Köln-Bonn. Dort setzten die krisenerprobten Jager endlich wieder ihren Fuß auf deutschen Boden. „Herzlich Willkommen zurück!“ prangte zur Begrüßung in der Halle, wo sich die Soldaten nach dieser Schluss-Odyssee erst mal eine Halbe Bier gönnten. Anschließend verabschiedeteten sich die meisten sofort in den Erholungsurlaub. Alle Mittenwalder Gebirgsjäger sind noch nicht zu Hause, wie 233er-Presseoffizier Dennis Arians bestätigt. „Weitere Flugtermine sind in dieser Woche geplant.“ Ein genauer Zeitplan liegt dem Bataillon allerdings nicht vor.

Seit Ende Mai 2017 waren rund 200 Soldaten aus der Edelweißkaserne im Rahmen einer UN-Mission im krisengeschüttelten Mali im Einsatz. Im Schnitt mussten die Mittenwalder rund viereinhalb Monate im nordafrikanischen Glutofen im Camp Castor Stellung beziehen. Dem Vernehmen nach gibt es keine Verletzten, geschweige denn Tote zu beklagen.

Lesen Sie auch: Unionspolitiker fordern mehr Geld für die Streitkräfte.

Christof Schnürer/Wolfgang Kunz

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