Präsentieren die neue Ausrüstung: (v.l.) Hermann Baier, Obmann Heinz Pfeffer, Melanie Gilhaus, Erhard Bender (beide Karwendelbahn) und Reinhold Bauer. foto: schandl

Gewinn für beide Seiten

Mittenwald - Lawinenkommission beschließt Kooperation mit K2: Mittenwalder unterziehen das neue Material dem Praxistest. Einsätze sollen dadurch noch sicherer werden.

Ab sofort testet die Kommission Skier, Helme, Carbon-Sonden und Lawinenschaufeln, wobei das Material einen Wert von mehreren tausend Euro hat. Bisher musste die Gemeinde Mittenwald für die Ausstattung der ehrenamtlich Tätigen aufkommen - ein Posten im Haushalt, der in Zeiten knapper kommunaler Kassen nun wegfällt.

„Wir wollen ein Feedback über die Qualität unseres Materials erhalten“, erläutert Reinhold Bauer, Mitarbeiter der K2-Marketingabteilung, die Intention des Unternehmens. Es ist die erste Kooperation dieser Art - nutzen soll sie beiden Seiten. So erhält der Sportartikelhersteller auf der einen Seite Kenntnisse darüber, wie gut die Produkte den Praxistest bei permanenter Beanspruchung bestehen und welche Mängel dabei auftreten können. Auf der anderen Seite wird der Lawinenkommission eine Ausrüstung zur Verfügung gestellt, die auf dem neuesten technischen Stand ist - und damit im Einsatz mehr Sicherheit gewährleistet.

Dadurch dass die neuen Freeride-Skier sowohl an der Schaufel wie auch im Bereich der Bindung breiter als normale Modelle sind, sinkt man nicht mehr so tief im Schnee ein. „Und das verringert das Risiko einer Lawinenauslösung“, erläutert Pfeffer. Von Vorteil sei zudem, dass die Skier auf verschiedenem Untergrund gleich gut und leicht zu fahren seien. Ob nun Harsch, Bruch- oder Pulverschnee - im Dammkar sei manchmal alles gleichzeitig zu finden. Und „da können die sieben Kilometer Abfahrt schon ganz schön lang und schwer werden“.

Im vergangenen Jahr absolvierten die Helfer rund 7500 Stunden Dienstzeit inklusive Ausbildung. In strengen Wintern stehen sie oft gleich mehrere Stunden auf Skiern und kontrollieren das Gebiet oberhalb der Bundesstraße, das Dammkar sowie den Loipenbereich. „Im Extremfall ohne Pausen“, schildert stellvertretender Obmann Hermann Baier.

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