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Etwa sechs Wochen alt waren die Lämmer, die ein 23-Jähriger und seine Komplizen gestohlen haben sollen - um sie dann zu schlachten (Symbolbild).

Nicht die einzigen verschwundenen Tiere

Grausiger Fund: Lämmer gestohlen und geschlachtet?

Mittenwald/Kaltenbrunn - Einen grausigen Fund hat die Polizei auf einem Anwesen bei Garmisch-Partenkirchnen gemacht: zwei geschlachtete Lämmer. Sie waren zuvor wohl gestohlen worden.

Wie die Ermittlungen der Beamten ergaben, handelt es sich bei den Kadavern um die beiden etwa sechs Wochen alten Tiere, die in der Nacht zum 15. November aus dem Stall eines Mittenwalder Landwirts gestohlen wurden. Als dringend tatverdächtig gilt ein 23-jähriger Mann. Er wohnt auf dem Anwesen in Kaltenbrunn bei Garmisch-Partenkirchen.

Bei ihm entdeckte die Polizei zudem zwei Hühner. „Diese konnten mittlerweile lebend an den Isartaler Bauern zurückgegeben werden“, teilt Josef Grasegger, Sprecher der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen, mit. „Was mit den restlichen Hühnern sowie den Hasen geschah, ist bislang noch nicht ganz geklärt.“ Auch diese Tiere stammen aus dem selben Stall im Mittenwalder Hoffeld, der in der Nacht auf 9. November erstmals aufgebrochen wurde. Dabei war die Türe mit einem schweren Vorhängeschloss gesichert.

An einen Einzeltäter glauben die Ordnungshüter nicht. Für sie steht fest, „dass der Mann bei den Diebstählen nicht alleine handelte“, bestätigt Grasegger. Auch bei der Suche nach den Komplizen ist man offenbar ein gutes Stück weiter. „Die Personen sind der Polizei bereits bekannt. Nähere Auskünfte, ergänzt Grasegger, „können hierzu aus ermittlungstaktischen Gründen allerdings derzeit nicht gegeben werden“.

Neben den Diebstählen beschäftigt die Inspektion auch die Schlachtung der beiden Lämmer und die Entsorgung der Abfälle. „Aufgrund der Feststellung der Beamten liegt hier unter anderem ein erheblicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor“, stellt Grasegger klar. Mit anderen Worten: Dieser bizarre Fall wird ein juristisches Nachspiel haben.

In diesem Zusammenhang kursieren auch Gerüchte, dass dieser ominöse Vieh-Diebstahl mit dem Verschwinden von rund 20 Katzen im Oberen Isartal zusammenhängt. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um eine äußerst vage Theorie handeln. „Wir haben dazu keine Hinweise“, betont Polizeisprecher Grasegger.

Christof Schnürer

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