Ein Prachtkerl: Der Albino-Pfau Hansi in seiner Voliere bei den Stallungen im Ried in Mittenwald
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Ein Prachtkerl: Der Albino-Pfau Hansi in seiner Voliere bei den Stallungen im Ried.

Landwirt sucht Albino-Pfau

Vogel-Diebstahl in Mittenwald: „Hansi“ wie vom Erdboden verschluckt

  • vonChristof Schnürer
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Fünf Jahre lebte „Hansi“ bei Familie Nebel in Mittenwald. Doch jetzt ist der seltene Albino-Pfau aus seinem Käfig verschwunden.

Mittenwald – Josef Nebel ist fassungslos: „Mir geht das nicht in den Kopf.“ Der „Stani“ zielt damit auf seinen verschwundenen Albino-Pfau „Hansi“ ab. Aufgrund der Spurenlage geht die Polizei von einem Diebstahl aus. Die aufgebogene Käfigtür und die frischen Reifenabdrücke auf der Wiese legen diesen Schluss nahe.

Als Seppi Nebel junior am Donnerstagmorgen hinaus zum Stall im Ried fährt, ist die Welt noch in Ordnung. Doch dann entdeckt er ein paar Federn auf dem Boden und die leere Voliere – seit fünf Jahren das Zuhause des prächtigen weißen Pfaus. „Ich habe überall geschaut“, berichtet Nebel junior. Doch „Hansi“ ist wie vom Erdboden verschluckt. Dem Mittenwalder wird schnell klar: „Ein Fuchs kann’s nicht gewesen sein, da würd’s anders ausschauen.“ Und dann sind da noch die Reifenspuren. „Die waren am Vortag noch nicht da.“ Sie führen von den Tennishallen quer über eine gedüngte Wiese genau bis zur Käfigtüre. Bestimmt kein Zufall. Nicht zuletzt deshalb verständigten die Nebels die hiesige Polizei-Inspektion.

Eindeutig: Hier hat jemand die Käfigtür aufgebogen.

„Wir sind entsetzt!“, schreibt Christine Sprenger, die Vorsitzende des Mittenwalder Tierschutzvereins auf Facebook. Für sie ist klar: „Da die Tiere nachts auf der Stange schlafen, muss der Pfau regelrecht gepackt und mitgenommen worden sein.“ Denn bei einem Todeskampf würde ein Pfau fast alle Federn lassen. Sprenger wünscht sich jetzt nur eines: „Wir hoffen, dass der Dieb gefunden wird!“

Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0 88 23/9 21 40 entgegen.  

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