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Einsatz mit schwerem Gerät: Aktuell wird an der „Aibale-Bruck“ die Böschung befestigt.

Gewappnet für das nächste Unwetter

Forstbetrieb nimmt im Revier Mittenwald viel Geld in die Hand 

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Aktuell laufen beim Forstbetrieb Bad Tölz die Ausbesserungsarbeiten im Mittenwalder und Klaiser Revier. Eine höhere sechsstellige Summe muss dort investiert werden, um die Schäden des verheerenden Juni-Unwetters zu beseitigen.

MittenwaldWer dieser Tage mit dem Radl die Forststraße hinauf zur Fischbachalm strampelt und in das trockene Bachbett der Schöttllaine blickt, kann sich gar nicht vorstellen, dass sich dort am 12./13. Juni ein Rinnsal in einen reißenden Fluss verwandelte. Der nahm alles mit, was ihm entgegenkam. Die sogenannte „Aibale-Bruck“ wurde von Wasser, Schlamm und Geröll regelrecht begraben.

„Ein gewaltiger Regen“, erinnert sich Robert Krebs, der stellvertretende Chef des zuständigen Forstbetriebs Bad Tölz. Was aber besonders ärgerlich für ihn und seine Kollegen ist: Der „Riesenschaden“, der durch das Juni-Unwetter in den Revieren Mittenwald und Klais entstand.

Seit einigen Tagen heißt es entlang des in Mitleidenschaft gezogenen Forstwegs: Ausbessern, um für die nächsten Naturgewalten gewappnet zu sein. So werden derzeit von der beauftragten Firma an der Böschung bei der „Aibale-Bruck“ riesige Steine eingebaut – zur Hangsicherung. „Wenn wir nichts tun, ist irgendwann der Weg weg“, verdeutlicht Krebs. An vielen neuralgischen Punkten im Oberen Isartal muss nachgebessert werden. „Das kostet sehr viel Geld, aber es hilft ja nichts.“ Laut Krebs muss der Forstbetrieb eine „höhere, sechsstellige Summe“ für die Sanierungsarbeiten aufbringen. Die Verbindungstrasse zur Fischbachalm im Gebiet der Schöttlkarspitze (2049 Meter) ist nicht nur für die Staatsforsten von Bedeutung. Auch die Mittenwalder Weidegenossen nutzen die Forststraße ebenso wie zahlreiche Bergwanderer und Mountainbiker. „Im Grunde“, so Krebs, „ist es der einzige Weg“.

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