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Die Zufahrt zum Penny Markt verläuft mit Gefälle über eine Überdeckung des Lainbachs.

Die nächsten Schritte stehen an

Lainbach: Im Mai geht’s weiter

Die Lainbach-Verbauung in Mittenwald macht Fortschritte. Um den Zeitplan einzuhalten, sollen in wenigen Monaten die Arbeiten im nächsten Bereich beginnen.

Mittenwald – Es ist ein schwieriges Unterfangen. Beengte Verhältnisse, das alte Gerinne zum Teil überbaut. Das Projekt Lainbach ist für die Planer und Bauarbeiter eine Herausforderung. Doch bisher lief alles wie am Schnürchen. Der erste Abschnitt, das sogenannte Los eins, im Bereich der Laintalstraße bis zum Gries wurde im Dezember vergangenen Jahres fertiggestellt. Nun geht es darum, Los zwei auszuschreiben. Denn im Mai soll dort der Hochwasserschutz für die Mittenwalder weiter voranschreiten und noch 2017 abgeschlossen sein. Diesen Zeitplan gab Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) im Gemeinderat bekannt.

Das betroffene Gebiet beginnt vor dem Bahnviadukt und endet in der Einmündung zur Unterführung der Staatsstraße nördlich des Penny-Marktes (Partenkirchner Straße). Wie Max Weiß vom zuständigen Ingenieurbüro Kokai in der Sitzung erklärte, orientiert man sich stark an der bestehenden Lainbach-Trasse. „Ansonsten müssen wir nur geringfügig abrücken.“ Grundsätzlich sei darauf geachtet worden, nicht mehr Privatgrund zu nutzen, sondern eher noch zusätzlichen Platz zu gewinnen. Angesichts der räumlichen Enge ist das nicht überall vollständig möglich. Doch ein Blick auf den Plan reicht: Die Überschreitungen halten sich in Grenzen und können andernorts ausgeglichen werden. Dass die Anlieger mitspielen, weiß Hornsteiner zu schätzen. Die Zustimmungen der einzelnen Grundeigentümer entlang des Lainbachs sind längst eingegangen und wurden an das Landratsamt weitergeleitet. „Ich muss mich für die Kooperationsbereitschaft bedanken, dass die notwendigen Räume zur Verfügung gestellt werden.“ Die Eigentümer mit ins Boot zu holen, darauf legt er wert. Deshalb möchte er auch diesmal wieder die Details vor Ort mit den Betroffenen durchsprechen.

Vorbei ist also bald die Zeit des alten Gerinnes. Das neue besticht durch seine Trapezform und wird eine lichte Breite von drei Metern haben. Weitestgehend verbaut man Ortbeton, wobei auch Bereiche mit Fertigteilen ausgeschrieben werden, um Preise zu erkunden. Warum man nicht nur letztere verwendet, weil es damit doch schneller gehen würde, wollte Klaus Zwerger (Bürgervereinigung) wissen. Weiß konnte die Antwort schnell geben. Es liegt am Platzmangel. „Man ist flexibler mit Ortbeton“, machte er deutlich. Günstiger sei er zudem. Aber wie schon bei Los eins dürften auch bei dem neuen Gerinne voraussichtlich beide Varianten zum Einsatz kommen.

Stringenter Zeitplan

Einiges tun wird sich auch an der Partenkirchner Straße. Zum Beispiel soll der Gehsteig in diesem Bereich nicht mehr auskragend über dem Bach ausgeführt werden. Vielmehr ist geplant, die Staatsstraße etwas zu verengen – 6,50 Meter dürfen nicht unterschritten werden – und diesen mit einer Breite von etwa 1,50 Metern zwischen Bach und der Fahrbahn anzulegen. Mit den Bauarbeiten geht ebenfalls einher, dass die Zufahrt zum Penny-Markt leicht steiler ausfällt, das Gefälle der nördlichen Einfahrt ist dagegen so weit wie möglich zu reduzieren. Ansonsten bleibt dort im Groben alles wie bisher.

Diesen Empfehlungen des Bau- und Umweltausschusses für die Ausschreibungsplanung segnete der Gemeinderat einstimmig ab. Somit ist der nächste Schritt getan. Denn der Zeitplan hat es in sich. Im August 2017 soll Los 3 (Stichstraße bei der Evangelischen Kirche bis Bahnviadukt) beginnen, Anfang 2018 das letzte (Im Gries). „Wir müssen auf förderungstechnischen Gründen bis August 2018 fertig sein“, machte Hornsteiner deutlich. Der Freistaat trägt 70 Prozent der kalkulierten Investitionen, die Plankosten liegen bei 8,1 Millionen Euro. Ende Februar steht die erste Submission an. „Ich bin gespannt, was die Angebotssumme zum Ausdruck bringt“, sagte der Bürgermeister. Das mache Rückschlüsse auf das finanzielle Ausmaß möglich.

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