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Noch wird gearbeitet und gebuddelt, doch ein Ende ist in Sicht. Im Juli könnte der Weg im Laintal bereits wieder für Wanderer geöffnet sein. Wenn das Wetter mitspielt.

Arbeiten im Laintal und im Gries

Hochwasserschutz in Mittenwald: Baustellen-Endspurt

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Spielt das Wetter mit, könnte Ende Juli bereits das Gröbste vorbei sein: Die Großbaustelle im Mittenwalder Laintal nähert sich mit großen Schritten ihrem Ende. Auch im Ortsteil Gries geht es voran. Beide Orte werden nach den Bauarbeiten ein anderes Gesicht haben.

Mittenwald – Staunend betrachtet Johannes Riedl die hohe Wand aus Drahtschotterkästen. „Ich erkenne es nicht wieder.“ Auf dem breiten Kiesweg, auf dem der Abteilungsleiter des Wasserwirtschaftsamtes Weilheim steht, soll in wenigen Wochen das Becken für die Geschieberückhaltesperre entstehen. Noch fahren Bagger und Lastwagen darauf herum. Kaum zu glauben, dass die Großbaustelle in malerischer Natur bald ihr Ende finden soll.

Das Wetter hat es gut mit den Bauherren gemeint. Trotz des intensiven Winters sind sie von der großen Schneeschmelze verschont geblieben. Lediglich der Baubeginn in diesem Jahr verschob sich um vier Wochen. Zu viel Schnee lag im Raintal. „Die Arbeiter standen fast bis zum Bauchnabel drin“, sagt Riedl. So wurde von Januar bis April pausiert.

Nun geben sie Vollgas. Das Wetter in den vergangenen Wochen war perfekt. Bereits verlegt hat die KEW (Karwendel Energie & Wasser GmbH) die Wasserleitung der Privatbrauerei Mittenwald. „Wir müssen den Bach freilegen, bis die Sommergewitter kommen“, sagt Horst Hofmann vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim. Das soll in den nächsten vier bis fünf Wochen geschehen. Denn nur wenn das Bachprofil wiederhergestellt ist, bereitet der Starkregen den Beteiligten keine schlaflosen Nächte mehr. Die Zeit drängt also. Im besten Fall steht das Laintal Ende Juli wieder den Wanderern offen. Wie bei den meisten Baustellen hängt alles vom Wetter ab.

Während es im Laintal mit großen Schritten vorangeht, beschäftigte sich der Mittenwalder Gemeinderat kürzlich mit dem Abschnitt im ältesten Ortsteil Gries. Wie berichtet, wird dort mit Hochdruck an der Hochwasserschutz-Verbauung des Lainbachs gearbeitet. Die Baustelle erstreckt sich vom Gries bis zum Viertel am Anger und ist bekanntlich die heikelste Stelle des gesamten Bauprojekts. Im Rahmen der Arbeiten wurde dort gleich die Städtebauförderung „Stadtumbau West“ vollzogen. Das „sehr technisch anmutende neue Gerinne“ soll aufgehübscht werden und zur traditionellen Bauweise des Ortsteils passen.

Der Entwurf sieht Grünflächen, Hängebegrünungen und raue Oberflächen vor. Trotzdem sollen zusätzliche Überfahrten und Parkplätze für die Anwohner entstehen. Die Hütten und Schuppen, die im Zuge der Arbeiten abgetragen werden mussten, wollen die Verantwortlichen „geordneter wieder errichten“, erläutert Marktbaumeister Ralf Bues.

Bekanntlich wurden diese zum Teil ohne Genehmigung und über den Lainbach gebaut. Zum Gesamtkonzept gehört auch eine neue Beleuchtung, die das Gries, den Anfang der Goethestraße sowie den Gröblweg vor allem abends verschönern soll.

Auf den Grünflächen werden nicht nur Blumenbeete, sondern auch neue Bäume gepflanzt. „Hier wurden die Anliegerwünsche beherzigt“, versichert Susanne Dorner vom Büro Plankreis. Vor allem Georg Seitz (Freie Wähler) war das wichtig, damit die neu gepflanzten Bäume „den Anliegern nicht die Sonne verdecken“. Zudem regte er an, vermehrt kleinere Obstbäume zu setzen. Sie standen seiner Aussage nach bereits früher an dem Platz, was alte Fotos zeigen würden.

Rudolf Rauch (SPD) ist froh, dass „die Betonwüste begrünt wird“. Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) verweist vor allem auf die Insektenwelt, die bekanntlich immer weniger Blumen innerorts finden. Seine Bedenken äußerte Florian Lipp (Freie Wähler). Er befürchtet, mit noch mehr Blumenflächen die gemeindliche Gärtnerei zu überlasten. Das Gries künftig „nicht maßlos zu begrünen“ regte auch Seitz an. Zumal oft Autos in den engen Straßen die Kurven schneiden und somit die Blumenwiese schnell in eine „braune Pampe“ verwandeln würden.

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