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Da kommt Freude auf: (v. l.) Josef Hausberger (Naturpark Karwendel), Hans-Dieter Schuster (Umweltministerium), Nationalratsabgeordnete Rebecca Kirchbaumer, die Scharnitzer Bürgermeisterin Isabella Blaha, Ex-Ski-Star Markus Wasmeier und Christian Wandl (Olympiaregion Seefeld) präsentieren sich vor dem Holzer-Museum auf dem umgestalteten Länd-Areal.

Holzermuseum in Scharnitz eröffnet

Ein Freudentag mit Olympiasieger Wasmeier

Zwei Jahre Planung und Vorbereitung haben ein glückliches Ende gefunden. In Scharnitz wurde das neue Holzermuseum eröffnet. Ein Festtag mit vielen Prominenten.

Scharnitz – Im Tiroler Nachbarort Scharnitz herrscht nicht nur wegen der baldigen Eröffnung der Umgehungsstraße Aufbruchstimmung. Anteil an der guten Laune hat auch das Holzermuseum an der Länd. Am Samstag erhielt das grenzüberschreitende Interreg-Projekt seinen kirchlichen Segen. Das Dorf ist um eine Attraktion reicher.

Das Herzstück bildet eine historische Holzhütte, die anno 1913 im Gleirschtal errichtet, vor kurzem dort abgebaut und auf dem Museumsgelände an der Isar wieder aufgebaut wurde. Abt German Erd vom Stift Stams und der Scharnitzer Pfarrer Adolf Kulnik segneten diese ehemalige Waldarbeiterunterkunft. Dort erfahren Besucher künftig alles über die „Wege des Holzes“ – so die Kernbotschaft des Museums. 1,7 Millionen Euro kostet das grenzüberschreitende, 2016 angestoßene Projekt – zu 75 Prozent gefördert mit Geldern der Europäischen Union. Grenzüberschreitend deswegen, weil der federführende Naturpark Karwendel (NP) mit dem Markus-Wasmeier-Freilichmuseum in Schliersee zusammenarbeitet.

Natürlich mischte sich der alpine Doppel-Olympiasieger von 1994 unter die Festgäste. „Beide Seiten werden davon profitieren“, meint Wasmeier im Brustton der Überzeugung. Davon geht auch Bürgermeisterin Isabella Blaha aus. Besonders freut sie, dass Scharnitz nun ein Alleinstellungsmerkmal hat. „Denn jeder Ort sollte etwas vorweisen, was andere Gemeinden nicht haben.“ An einen Erfolg glaubt zudem NP-Obmann Josef Hausberger. „Hier ist die Verbindung zwischen Natur und Bildung geschaffen worden.“ Zufriedenheit legte ferner Hans-Dieter Schuster vom bayerischen Umweltministerium an den Tag. Zumal sein Haus seit 1999 bei Interreg-Vorhaben mit Tirol hervorragend zusammenarbeite.

Beim Europa-Gedanken geriet Christian Wandl, der Vize-Obmann des Tourismusverbands Olympiaregion Seefeld, regelrecht in Euphorie. „Das Tor ins Karwendelgebirge steht weit offen.“ Die stellvertretende Tiroler Regierungschefin Ingrid Felipe (Grüne) meinte: „In dieser Region ist ein großes Umweltbewusstsein spürbar, wie das Wasser kennen auch Tirol und Bayern keine Grenzen.“

Zuletzt gratulierte Nationalratsabgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP) den Initiatoren zu diesem gelungenen Projekt. „Scharnitz zeigt hier durch naturbewusstes und wirtschaftliches Denken, dass es mehr kann – so funktioniert Europa.“

Wolfgang Kunz

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