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Willkommen im Hotelshop: Investor Ulrich Franzky (r.) begrüßt Bürgermeister Adolf Hornsteiner.

Hotel-Projekt in Mittenwald

Baugenehmigung für das Silva Mountain

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Beim Berghotel-Projekt „Silva Mountain“ läuft’s wie am Schnürchen. Kurz vor Heiligabend trudelte bei Investor Ulrich Franzky die Baugenehmigung vom Landratsamt ein. Dem Spatenstich im Frühjahr steht somit nichts mehr im Weg.

MittenwaldBei Hotel-Projekten kann schon mal was schiefgehen. Keiner in Mittenwald weiß das besser als Bürgermeister Adolf Hornsteiner. Mit Grausen mag sich dieser an den geplanten Luxus-Leuchtturm auf dem Hallenbad-Gelände erinnern, der zum Rohrkrepierer mutierte. Ein Albtraum für alle, die viel Herzblut in dieses ehrgeizige Vorhaben gesteckt hatten.

Nicht zuletzt deshalb hält sich der Rathauschef bei vergleichbaren Projekten mit Prognosen oder Einschätzungen lieber etwas zurück – auch im Fall des künftigen Berghotels „Silva Mountain“. Wobei aufgrund der jüngsten Entwicklung selbst Hornsteiner hocherfreut konstatiert: „Bei einem Bauvorhaben dieser Größenordnung im Außenbereich ist es schon positiv und hervorragend gelaufen.“ Das Sahnehäubchen wurde am 20. Dezember vom Landratsamt aufgesetzt. Die Kreisbehörde erteilte der Mountain-Resort-Mittenwald-GmbH die Baugenehmigung.

„Ein Weihnachtsgeschenk“, meint Investor Ulrich Franzky und setzt dabei ein breites Lächeln auf. Im Sommer 2016 hat der Münchner IT-Unternehmer das Areal einem anderen Geschätsmann – Andreas Scheuermann aus Oberhausen (Landkreis Weilheim-Schongau) – für einen Millionenbetrag abgekauft. Dann ging’s im Verbund mit der Marktgemeinde Schlag auf Schlag: Im Sommer 2017 brachte diese den vorhabenbezogenen Bebauungsplan am Kaffeefeld auf den Weg. Wieder ein Jahr später erfolgte im Gemeinderat der einstimmige Satzungsbeschluss. Gravierende Einwände zu der 15-Millionen-Euro-Investition hat es weder von Seiten der Bevölkerung noch von Seiten der zuständigen Behörden gegeben. Das „Silva Mountain“ hoch oben am Latscheneck steht offenbar nicht nur geografisch auf der Sonnenseite. „Da freut man sich schon“, betont Rathauschef Hornsteiner. Zumal ihm Franzky mit Nachdruck attestiert: „Vom Bürgermeister und der Gemeinde erfuhren wir immer große Unterstützung.“

Der weitere Zeitplan des Investors sieht folgendermaßen aus: Sobald der Schnee weg ist, soll auf dem 1,8-Hektar-Areal hoch über Mittenwald der Spatenstich erfolgen. Die Zubringerstraße – zirka 400 Meter lang – soll bis Mai mit allen notwendigen Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Kanal, Telekommunikation, Strom) versehen und ertüchtigt sein. Das Luxus-Resort in exponierter Hanglage soll nach den Plänen des Südtiroler Architekten Lorenz Pobitzer bis Herbst 2020 realisiert worden sein. „Ziel ist es“, sagt Franzky, „Ende 2020 zu eröffnen“.

Entstehen wird in Traumlage ein modern-alpiner Komplex in vier Baukörpern – viel Glas und Holz. Darin finden sich 80 Zimmer, 150 Gästebetten, Wellness- und Gastroräume und eine Tiefgarage für 75 Pkw. 50 Vollzeit-Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Personal-Akquise läuft gut laut Franzky. „Zehn Mitarbeiter haben wir schon.“

Der GmbH-Chef möchte die Genese seines Berghotels so transparent wie nur möglich gestalten. Deshalb hat Franzky in der Fußgängerzone (Obermarkt 16, neben dem Fasl-Beck) einen Laden angemietet. In der „Silva-Mountain-Artbox-und-Lifestyle-Galerie“ können Besucher anhand von Fotos vieles über die Geschichte des ehemaligen und lange Zeit verwaisten Hotels Latscheneck und seinen Nachfolger Silva Mountain erfahren.

Offizielle Eröffnung mit Vernissage des Hotelshops soll im Frühjahr sein. Dort werden unter anderem Holzbrettl der Werdenfelser Werkstätten, der Weißwein „Silvana Classic“, Haselnuss-Schnaps oder T-Shirt-Unikate mit Aufdrucken namhafter Künstler und vieles mehr veräußert. All das soll Appetit auf das künftige Luxus-Berghotel im Kaffeefeld machen.

„Die Tradition wird wieder aufleben“, meint Bürgermeister Hornsteiner im Brustton der Überzeugung. Abschließend stellt er fest: „Das alte Jahr hat gut aufgehört, und das neue Jahr fängt gut an.“

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