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Den Herrgott auf dem Rücken: Im Januar hat Martin Müller, der Sohn des Hüttenwirts, den Heiland nach unten gebracht.

Bergkreuz an der Hochland-Hütte

Kruzifix im Anflug

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Mit einem Hubschrauber ist das neue Bergkreuz zur Hochland-Hütte gebracht worden. Es soll am 12. August eingeweiht werden.

Wertvolle Fracht: Ein Hubschrauber transportiert das neue Kreuz hinauf zur Hochlandhütte. 

Mittenwald – Der Saisonstart auf der Mittenwalder Hochland-Hütte am morgigen Samstag ist mit einer spektakulären Hubschrauber-Aktion eingeläutet worden. Der Helikopter transportierte vor wenigen Tagen das neue Bergkreuz samt Christus-Corpus hinauf zu der beliebten Alpenvereins-Unterkunft auf 1623 Metern. Das Kruzifix soll in nächster Zeit dort oben verankert und am 12. August feierlich eingeweiht werden.

Das alte Holzkreuz, das an gleicher Stelle 98 Jahre Wind und Wetter getrotzt hatte, wurde vermutlich am 10. Dezember 2017 Opfer eines Föhnsturms. Hüttenwirt Stefan Müller bemerkte den Vorfall, als er drei Tage später dort oben nach dem Rechten sehen wollte. Für den Wallgauer stand fest: Die ramponierte Christusfigur, die im Schnee lag, sollte repariert und möglichst bald an einem neuen Kreuz befestigt werden.

Zuerst jedoch musste der beschädigte Heiland durch meterhohen Schnee hinunter ins Tal. So schafften Müller und sein Sohn Martin Mitte Januar den 35 Kilo schweren Messias, dem ein Arm abgebrochen war, abwechselnd bergab – getreu dem Neuen Testament: „Jeder trage des anderen Last“. Etwa eine Stunde waren die beiden Mannsbilder zu Jahresbeginn unterwegs – unfallfrei, oder wie es der Senior ausdrückt: „Wir blieben standhaft.“

Ein Münchner Spezialist der Alpenvereinssektion Hochland verlieh der Jesus-Figur im Anschluss wieder alten Glanz. Auch das neue Holzkreuz wurde pünktlich fertig. Und da es die Witterung zuließ, stand dem Helikopter-Einsatz nichts mehr im Weg. Wer sich vor Ort ein Bild machen möchte, braucht nur mal hinauf ins Karwendel wandern. Die Hochland-Hütte hat bis Kirchweih (21. Oktober) geöffnet.

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