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Bozner Markt 2024 in Mittenwald: Jetzt kommt der Feinschliff

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Von: Josef Hornsteiner

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Prestigeträchtige Veranstaltung: Der Bozner Markt lockt bis zu 100 000 Besucher nach Mittenwald.
Prestigeträchtige Veranstaltung: Der Bozner Markt lockt bis zu 100 000 Besucher nach Mittenwald.  © Rudolf Tomaschek

Ab 13. Januar 2023 werden Arbeitskreise für Vertreter der Gastronomie, Vereine und Anlieger sich mit dem Thema Bozner Markt 2024 in Mittenwald en Detail befassen. Danach soll ein Konzept erarbeitet werden. Die Zeit drängt: Vielleicht könnte schon zu den Pfingstferien 2024 das Historienspektakel stattfinden.

Mittenwald – 20 Seiten hat Christoph Szonn vollgeschrieben. An zwei Abenden hat er je zwei Stunden lang zugehört in der TSV-Halle. Notiert, protokolliert, letztlich alles Gesprochene zu Papier gebracht. Aus den Besuchern sprudelten regelrecht Ideen und Anregungen. Sie klatschten sich im Stuhlkreis ab, haben sich ausreden lassen, haben euphorisch diskutiert. Die Seiten, die Szonn nach den beiden Auftaktveranstaltungen zur Zukunft des Bozner Markts 2024 zusammentrug, sind ein Sammelsurium an Wissen und Vorschlägen. Kurzum: Das Fundament, mit dem Katharina Neuner, Dr. Axel Barwich und er von der Agentur middlewood nun weiterarbeiten wollen, um dem Mittelalterspektakel ein neues und rechtlich tragbares Konzept zu geben.

Jetzt geht es in die heiße Phase. Aus den vielen Ideen soll ein handfester Plan entstehen. Hierzu sind nun ab Freitag, 13. Januar, Arbeitskreise vorgesehen. Vertreter der Gastronomie, der Vereine, der Mitwirkenden des Rahmenprogramms, Anlieger und Einzelhändler kommen dann am Runden Tischen zusammen. Diese Workshops laufen ähnlich ab wie beim sogenannten „World-Café“ vor wenigen Wochen, als es im Mittenwalder Rathaus um die Zukunft des ehemaligen Hallenbad-Areals gegangen ist.

An Runden Tischen wird über die Zukunft des Bozner Marktes diskutiert

Drei Gruppen mit insgesamt bis zu 20 Personen beraten sich an drei Tischen über Fragen rund um den Bozner Markt. Die Gruppen wechseln nach etwa 20 Minuten den Tisch, bauen dann auf den Antworten der anderen Gruppe auf. Dieser Input wird dann ab März bei der finalen Ausarbeitung des Konzepts mit einfließen.

Welche Fragen im Detail gestellt werden, verraten die Moderatoren noch nicht. „Wir arbeiten sie bis kurz vor dem Workshop noch aus.“ Außerdem möchte Szonn, dass jeder völlig unvoreingenommen und offen für alles die Arbeitskreise besucht. Nur so viel verrät er: „Sie werden teils sehr provokant.“ Schließlich möchte man alle potenziellen Probleme, die sich auftun können, aus den Teilnehmern herauskitzeln, möchte wissen, wo es zwickt. Denn bislang blieben sehr kritische Anmerkungen aus.

Der Zeitpunkt des Marktes könnte sich ändern - bislang war er im August

Szonn und seine Mitstreiter wollen dadurch das Bild schärfen, wie der Bozner Markt 2024 über die Bühne gehen könnte. Bereits in den zwei Auftaktveranstaltungen im November und im Dezember haben sich einige Tendenzen deutlich herauskristallisiert. Die Mittenwalder möchten keine kitschige Massenveranstaltung. Der Standort soll aus dem Obermarkt und der Hochstraße hinaus wachsen in Richtung Gries und Kuranlage Puit. Es soll wieder mehr an Einheimische gedacht werden, die Authentizität soll künftig eine größere Rolle spielen. „Und wir müssen wissen, für wen man den Bozner Markt macht: Für Einheimische oder Touristen oder einen Kompromiss dazwischen finden“, sagt Szonn.

Auch der Zeitpunkt des Marktes könnte sich verändern. Es sei nicht in Stein gemeißelt, dass er unbedingt im August stattfinden soll wie bislang. „Der Vorschlag kam öfter, ihn in die Zwischensaison zu verlegen“, sagt Szonn. „Besonders von den Gastronomen.“ August sei Mittenwald sowieso brechend voll. Die Pfingstferien würden manche priorisieren. „Bevor die touristische Saison startet.“

Moderatoren glauben fest an den Erfolg der Arbeitskreise

Das die Workshops von Erfolg gekrönt sein werden, davon sind Szonn und Neuner überzeugt. „Wir waren begeistert, wie gut die Zusammenarbeit bereits bei den Auftaktveranstaltungen geklappt hat“, sagt Neuner. Tatsächlich: Der Stuhlkreis war rege besucht. Die Einheimischen gaben durch die Bank alle Wortmeldungen ab.

Ein positives Echo bekamen die middlewood-Akteure auch von den zahlreichen Gastronomen und Mitwirkenden, die sie besuchten, als sie vor Weihnachten hunderte von Einladungen zu den Arbeitskreisen im Januar und Februar ausgetragen haben. „Da sind wir viel ins Gespräch gekommen“, meint Szonn. „Es gab wirklich niemanden, der gesagt hat, den Bozner Markt wollen wir nicht mehr.“

Termine der Arbeitskreise

Die Arbeitskreise für die Konzeption des Bozner Markts bauen auf die beiden Auftaktveranstaltungen Ende 2022 auf. Den Start machen die Gastronomen am Freitag, 13. Januar, von 8.30 bis 11.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Am Nachmittag von 17.00 bis 20.30 Uhr sind die Vereine und Gruppen am Zug, die am Rahmenprogramm beteiligt waren oder sich künftig daran beteiligen wollen. Am Samstag, 14. Januar, sollen die Anlieger zu Wort kommen. Eine Einladung an alle Betroffenen ist bereits verschickt worden. Die nächsten Workshops finden dann am Freitag, 10. Februar, (Gastronomie) sowie am Samstag, 11. Februar, (Anlieger und Einzelhandel) statt. Anmeldungen sind vorab dringend nötig unter mail@middlewood.biz.

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