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Leben in der Bude: Beatrice Schönauer (l.) kümmert sich im Jugendraum um ihre junge Kundschaft und zeigt auch beim Kickern, was sie drauf hat. 

Einhelliges Votum für Jugendraum

Mittenwalder Nachwuchs hat Zukunft

Den Jugendtreff wird es mindestens bis 2018 geben. Der Marktgemeinderat Mittenwald verlängerte aufgrund der vorliegenden Zahlen den Vertrag mit dem Kreisjugendring einhellig.

Mittenwald – Der Jugendraum, kurz Jura genannt, hat in Mittenwald eine Zukunft – zumindest bis 2018. Der Marktgemeinderat hat den bestehenden Kontrakt mit dem Kreisjugendring, Träger der Einrichtung in der Arena, einstimmig (21:0) um ein weiteres Jahr verlängert. Grund dafür sind die erfreulichen Besucherzahlen. Diese beliefen sich 2016 auf 1092 – 50 mehr gegenüber dem Vorjahr.

Die jüngste Entscheidung freut natürlich auch Beatrice Schönauer (44). Die gelernte Erzieherin kümmert sich seit Oktober 2013 gemeinsam mit Barbara Gerbl immer mittwochs (15.30 bis 18.30 Uhr) und freitags (19 bis 22 Uhr) um den Nachwuchs. Schönauers Fazit: „Super, wie’s läuft.“ Wohlwissend, dass es mitunter Knatsch gibt. Da wurde schon mal ein vierwöchiges Hausverbot ausgesprochen, als jemand gegen Regeln verstoßen hatte. Doch das sei die absolute Ausnahme, versichert Schönauer.

Ihre Kundschaft – zwischen 28 bis 32 Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren – ist bunt zusammengewürfelt. Die Palette reicht vom „Ultra-Einheimischen“ bis zum Flüchtlingskind. Was sich auch auf die Musikauswahl im Jugendtreff niederschlägt. „Vom Landler über Techno bis zu arabischen Klängen läuft bei uns alles – das ist irre“, berichtet Schönauer, die pro Öffnungstag 20 bis 26 Besucher begrüßen darf.

Was ihr zum Glück fehlt: ein Festnetzanschluss. „Falls was passieren würde, müsste ich erst auf den Fußballplatz laufen, um einen Notruf abzusetzen.“ Apropos Grünfläche: „Ein Stückerl Wiese wäre schon schön“, meint Schönauer. Denn gerade in den Sommermonaten zieht’s alle gerne mal nach draußen. Übrigens: Keine Internet-Verbindung zu haben, birgt auch Vorteile für die Leiterinnen: Ihre Schützlinge sind nicht durch ihr Smartphones ständig abgelenkt.

Den Jugendraum gibt’s seit 2008. Nach einer längeren Durststrecke hatte die Gemeinde im ehemaligen Maschinenraum des Eisstadions einen geeigneten Platz für den Nachwuchs gefunden und baute ihn seinerzeit für 105 000 Euro entsprechend um. Darüberhinaus schießt die Kommune pro Jahr 8000 Euro in den laufenden Betrieb.

Christof Schnürer

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