+
Sie alle kennen Mittenwald: (v. l.) Sarah Kuo, Sven Stucke (Initiator des Festivals und Dozent), Liyuan Liu, Xi Wang (Initiatorin des Festivals), Konstantin Bruns, Javor Bracic, Rimma Benyumova und James Kim bei einem gemeinsamen Auftritt in der Carnegie-Hall in New York.

Karwendel Music Festival 

Gestern Rushmore, heute Mittenwald

Berühmte Solisten und potenzielle Stars von morgen – mit dieser exquisiten Melange soll die zweite Auflage des Karwendel-Music-Festivals (14. bis 27. August) wieder ein Erfolg werden.

Mittenwald – Vor ein paar Tagen trat Sven Stucke noch in den USA, in Süd-Dakota, in der Nähe des Mount-Rushmore-Memorials auf. Nun organisiert der vielgereiste Geiger gemeinsam mit seiner nicht minder erfolgreichen Kollegin Xi Wang das zweite Karwendel-Music-Festival. Mit anderen Worten: Zwei Wochen (14. bis 27. August) arbeiten in Mittenwald Top-Stars der Klassikszene mit Talenten zusammen – sei es bei Konzerten, Workshops, Meisterkursen oder Vorträgen. „So etwas erlebt man nicht alle Tage“, gerät Jürgen Wiesneth, Verantwortlicher bei der Isartaler Tourismus-GmbH Alpenwelt Karwendel, regelrecht ins Schwärmen. „Solche Musiker bringen frischen Wind in die Klassikszene“ – und das in Mittenwald, der Wiege des deutschen Geigenbaus.

Hinter all dem stecken Xi Wang und Sven Stucke, ein 29-jähriger Violinist aus Magdeburg, der Mittenwald seit klein auf kennt und irgendwie liebt. „Ich werde nie vergessen, wie überwältigt ich als Kind war, als ich vor dem Karwendelgebirge stand. Seither habe ich Mittenwald jeden Sommer besucht.“ An Stuckes Seite agiert Festival-Leiterin Xi Wang. „Es ist unser Ziel und unsere Mission, die klassische Musik durch Kreativität und Unternehmertum neu zu beleben, um die junge Generation an talentierten Musikern zu inspirieren.“ Das Karwendel-Music-Festival sei „auf einem guten Weg, die traditionelle Klassikszene in Mittenwald zu beleben und fest in der Musikszene zu verankern“. Das hören Tourismus-Schaffende gerne.

Zumal echte Größen wie Geiger Viktor Tretjakow anreisen. „Der füllt sonst die Carnegie-Hall in New York“, verdeutlicht Wiesneth. Zudem verleiht nicht nur der preisgekrönte Russe Mittenwald für 14 Tage internationales Flair. Denn die zehn Dozenten und 18 Studenten kommen aus den USA, aus China, Japan, Kasachstan und Italien. Deutsche sind übrigens auch dabei.

Christof Schnürer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Salatsoße im Lokal Mukkefuck: Großer Rummel ums Geheimrezept
Das Telefon von Christof Hutt steht nicht mehr still – seit sich die Bild-Zeitung am Dienstag als Riesenfan seiner Salatsoße geoutet hat. Mehr noch: Auch Star-Gastronom …
Salatsoße im Lokal Mukkefuck: Großer Rummel ums Geheimrezept
Streit beim Gassigehen: Unbekannte schlägt Frau mit Faust ins Gesicht
Dass Gassigehen nicht immer nur schön ist, hat sich am Dienstag in Garmisch-Partenkirchen gezeigt. Zwei Frauen gerieten bei einem Zusammentreffen derart aneinander, dass …
Streit beim Gassigehen: Unbekannte schlägt Frau mit Faust ins Gesicht
Gigantisches Projekt: Eine gläserne Bühne im Ettaler Klosterhof
Einen Wandel hat das Richard-Strauss-Festival vollzogen, das am Samstag, 22. Juni, beginnt. Das zeigt sich auch an den Spielstätten. Die Natur, die den Komponisten stets …
Gigantisches Projekt: Eine gläserne Bühne im Ettaler Klosterhof
Scharnitzer Tunnel wird im Herbst eröffnet
Im Spätsommer soll die Ortsumfahrung Scharnitz nach nur zwei Jahren Bauzeit für den Verkehr freigegeben werden. Momentan werden die letzten Kleinigkeiten im Tunnel …
Scharnitzer Tunnel wird im Herbst eröffnet

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.