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Es tut sich was am Kindergarten Pater Ägidius Jais.

Staatliche Zuschüsse für Mittenwald

Kindergarten: Freistaat Bayern zeigt sich spendabel

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420000 Euro soll‘s kosten, 90 Prozent davon will der Freistaat Bayern übernehmen. Erfreuliche Nachrichten im Vorfeld der Generalsanierung des Mittenwalder Kindergartens Pater Ägidius Jais.

Mittenwald – Draußen im Garten spielt die Musik für die Buben und Mädchen. Ihre Betreuer beschäftigen sich auf der Wiese mit ihnen. Das gute Wetter macht’s möglich – und schafft gleichzeitig Freiräume im Innenbereich des Pater-Ägidius-Jais-Kindergartens. Dort schleppen Leiterin Andrea Duda und weitere Angestellte Regale, Tische vom einen Zimmer ins nächste, während die Mitarbeiter der Firma Ostler zwischen ihnen herumschwirren, um sich ans Werk zu machen. Die energetische Sanierung der Mittenwalder Einrichtung hat begonnen.

Schon vor der Eingangstür werkeln Simon Ostler und Jakob Neubauer eifrig. Der eine hält den Holzrahmen einer Terrassentür fest, der andere schleift sie noch ein bisschen ab. Klitzekleine Späne fliegen durch die Luft. Ein Hauch von Baustellenflair. Noch steht man mit dem Projekt am Anfang. Erst vor knapp zwei Wochen ging’s los. Doch die ersten Fortschritte sind schon zu sehen. In der „Turnhalle“ wurden die neuen Fenster und Türen montiert, lassen das Zimmer heller und freundlicher wirken.

Nur ein Bereich erstrahlt bereits komplett in neuem Glanz: das nördliche Gebäude. Wie berichtet, hat die Marktgemeinde 2014 mit Erbbaurechtsvertrag den katholischen Pfarrkindergarten als Trägerin von der Pfarrkirchenstiftung übernommen. In diesem Zuge ergänzten die Verantwortlichen das Angebot um eine Krippengruppe. Sanitärbereich, zwei Appartements für die Betreuung von 15 Kindern inklusive. Die energetischen Standards fanden gleich Berücksichtigung.

Jetzt kommt der Rest dran. Die Zeit dafür ist reif. Denn das Gebäude wurde seit seiner Errichtung im Jahr 1970 nicht saniert und ist dementsprechend auch energetisch auf dem entsprechenden Stand, sagt Marktbaumeister Ralf Bues.

Die Einrichtung aufzupäppeln, zählte schon länger zu den Plänen der Kommune, war aber finanziell und personell nicht zu realisieren. Jetzt sieht das ganz anders aus. Der Markt hat sich mit der Sanierung für das Kommunalinvestitionsförderungsprogramm (KIP) Bayern beworben – und wurde schließlich ausgewählt. „Das ist nicht so einfach“, betont Bues. „Es ist begehrt.“ Wegen der hohen Förderquote von 90 Prozent. Von der profitiert nun die Mittenwalder Kasse. Rund 420 000 Euro hat die Gemeinde für das Projekt in den Haushalt eingestellt, circa 380 000 Euro wurden Bues zufolge als Zuschuss in Aussicht gestellt. „Wir sind der Regierung von Oberbayern wahnsinnig dankbar.“ Ohne diese Mittel wäre die energetische Sanierung finanziell nicht zu stemmen gewesen. Darüber hinaus lobt der Marktbaumeister explizit die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Zuständigen bei der Regierung.

Gerne hätte Bues den Startschuss für die Modernisierung schon früher gegeben. Schließlich bringt sie neben der schöneren Optik auch einen wichtigen Effekt mit sich. „Die Energieeinsparung liegt danach bei mindestens 20 bis 25 Prozent“, erklärt der Experte aus Erfahrung. Allerdings kam erst im Mai 2016 das positive Signal, dass das Projekt ins KIP aufgenommen werde. „Das war zu spät für die Arbeiten.“ Weil es dafür einiger Organisation im Vorfeld bedarf.

Die liegt nun schon zurück. Die Abstimmung zwischen den Bauarbeitern und dem Kindergarten-Team läuft erste Sahne. „Für die Leitung ist das schon eine Belastung“, macht Bues deutlich. „Es entsteht Mehrarbeit durch das Umräumen und Umziehen.“ In wenigen Wochen aber beginnen die Sommerferien – und somit die Hauptphase der Sanierung. In diesem Zeitraum soll das Vorhaben größtenteils erledigt werden. Die Gruppenräume sind danach auf jeden Fall beziehbar, prognostiziert der Gemeindeangestellte. Ob die 85 Buben und Mädchen dann noch in den Garten wollen?

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