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Feierlicher Moment: Thomas Dreßen trägt sich im Beisein von Bürgermeister Adolf Hornsteiner ins Goldene Buch ein.
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Skifahrer Skiass Thomas Dreßen aus Mittenwald in Mittenwald herzlich empfangen. Landrat Anton Speer übergab Dreßen die Ehrenmedaille des Landkreises,.
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Skifahrer Skiass Thomas Dreßen aus Mittenwald in Mittenwald herzlich empfangen. Landrat Anton Speer übergab Dreßen die Ehrenmedaille des Landkreises,.
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Skifahrer Skiass Thomas Dreßen aus Mittenwald in Mittenwald herzlich empfangen. Landrat Anton Speer übergab Dreßen die Ehrenmedaille des Landkreises,.
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Skifahrer Skiass Thomas Dreßen aus Mittenwald in Mittenwald herzlich empfangen. Landrat Anton Speer übergab Dreßen die Ehrenmedaille des Landkreises,.
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Skifahrer Skiass Thomas Dreßen aus Mittenwald in Mittenwald herzlich empfangen. Landrat Anton Speer übergab Dreßen die Ehrenmedaille des Landkreises,.
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Skifahrer Skiass Thomas Dreßen aus Mittenwald in Mittenwald herzlich empfangen. Landrat Anton Speer übergab Dreßen die Ehrenmedaille des Landkreises,.
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Skifahrer Skiass Thomas Dreßen aus Mittenwald in Mittenwald herzlich empfangen. Landrat Anton Speer übergab Dreßen die Ehrenmedaille des Landkreises,.

Mittenwald empfängt Kitzbühel-Helden 

Thomas Dreßen: „I bin a Mittenwoida“

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Es muss schon ein besonderer Anlass sein, um so viele Menschen bei durchwachsenem Wetter hinaus auf die Straße zu locken. Thomas Dreßen hat es locker geschafft. Hunderte Fans haben am Samstag in Mittenwald dem Helden von der Streif einen begeisterten Empfang bereitet.

Mittenwald – Die Tür des kleinen Hauses an der Ferchenseestraße öffnet sich. Auf die Straße tritt in der Krachledernen und einem Schirm ein junges, etwas angespanntes Mannsbild. Mit einem Schmunzeln beobachtet es die Mittenwalder Musikkapelle, wie sie bei Regen an ihm vorbeizieht. Es folgen Kinder und Jugendliche. Die Kleinsten von ihnen tragen ein Banner mit der Aufschrift „Der Skiclub Mittenwald grüßt Thomas Dreßen“. Er ist heute im Mittelpunkt. Der Adressat kann immer noch nicht glauben, dass das alles nur für ihn passiert. In der Kutsche nimmt Dreßen mit Bürgermeister Adolf Hornsteiner, dessen Gattin Gabi sowie Landrat Anton Speer Platz, der trotz des miesen Wetters ein breites Lächeln aufsetzt.

Alle sollen an diesem verregneten Samstag beim Empfang des alpinen Ski-Asses sehen, wie stolz man auf das sympathische Krafkpaket Dreßen ist, das heuer im Januar die Welt mit seinem Triumph auf der berühmt-berüchtigten Kitzbüheler Streif in Erstaunen versetzte. Nun, vier Monate später, hat man endlich einen Termin gefunden den Helden vom Hahnenkamm in seiner Heimatgemeinde gebührend zu feiern.

Am Rathaus-Vorplatz warten bereits viele Fans und Schaulustige auf den Streif-Sieger. Auch sie ficht der Regen nicht an. „Das sagt viel über den Charakter unseres Thomas’ aus“, meint Ralf Eder, der Pressesprecher des Deutschen Skiverbandes. Durch sein sympathisches und bodenständiges Auftreten hat Dreßen in der Tat die Herzen vieler gewonnen. „Thomas ist dadurch ein wichtiger Botschafter für den Skirennsport geworden.“

Eder hat als Funktionär schon viel erlebt. Doch diese Streif wird er nie mehr vergessen. Die 10 000 jubelnden Zuschauer im Zielraum, die vielen Konkurrenten, die sich mit Dreßen freuten, aber auch die mediale Welle, die im Anschluss über den 24-jährigen Mittenwalder hereinbrach. Von einem eher unbekannten Sportler, dessen Name außerhalb seines Wirkungskreises wohl nur die wenigsten kannten, katapultierte sich Dreßen bei diesem Höllenritt innerhalb von einer Minute und 56 Sekunden auf den Olymp des internationalen Ski-Zirkus’. „Alles was einen Stift, eine Kamera oder ein Mikrofon halten kann, war da vor Ort“, erinnert sich Eder. Im Anschluss kramte die Presse jedes noch so kleine Fitzel an Details über den Mittenwalder aus. Zahllose Interviews und Berichte folgten. Auch der tragische Unfalltod seines Vaters Dirk Dreßen im Jahr 2005 war plötzlich wieder in aller Munde – und wurde wieder und wieder aufgerollt. „Doch er hat dem medialen Druck standgehalten und sich nicht vereinnahmen lassen“, versichert Eder.

Im Gegenteil: „Er ist nach wie vor fest auf dem Boden, außer beim Sprung in der Mausefalle“, sagte Bürgermeister Adolf Hornsteiner mit einem Augenzwinkern. Genau das zeichnet den Hahnenkamm-Sieger aus: Denn es sei keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit, nach „solchen Welterfolgen so zu bleiben, wie man ist“. Durch „Schneid, Disziplin und Selbstbeherrschung“ habe Dreßen auch seine Heimat Mittenwald in die Welt hinausgetragen und das auf sympathischste Art und Weise. Umso mehr freute es den Bürgermeister, dass am Samstag die Resonanz erfreulich hoch war. Viele wollten den Burschen sehen, „der die Österreicher um die Ohren gefahren ist“, scherzte Hornsteiner.

Für den DSV-Hoffnungsträger ein noch nie da gewesenes Gefühl. „Mich freut es so sehr, wenn Leute mit mir Fotos machen wollen oder nach Autogramme fragen.“ Dreßen selbst, der mit seiner Mama Martina Monath, seiner Oma Genoveva Seiler sowie seinem Bruder Michael während der vielen Ansprachen unter einem Pavillon saß und gebannt zuhörte, sprach nur kurz und knackig. „Ihr glaubt nicht, wie sehr mich das freut, dass ihr mir alle die Daumen gedrückt habt“, versichert er. Und noch ein Versprechen gab der in Oberösterreich lebende Bursche seinen Landsleuten: „I bin a Mittenwoider und werd’ es auch Zeit meines Lebens bleiben.“

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