Kommandowechsel vollzogen: Zum Geburtstag ein Gebirgsjäger-Bataillon

Mittenwald - Fred Siems heißt der neue Kommandeur des Mittenwalder Gebirgsjäger-Bataillons 233. Er tritt die Nachfolge von Oberstleutnant Michael Warter an. Den zieht es nach Frankreich.

"Ein schöneres Geburtstagsgeschenk gibt es nicht", wandte sich Brigadegeneral Erich Pfeffer an den frischgebackenen Bataillonskommandeur Siems, der am 5. Juni sein 45. Wiegenfest feiern durfte.

Aber eigentlich war es der Tag von Oberstleutnant Michael Rüdiger Warter. Seit Anfang des Monats hat der 46-jährige Baden-Badener eine neue Verwendung, wie es im Bundeswehr-Jargon heißt: Er firmiert als Leiter der deutschen Stabsgruppe im französischen Fontainebleau. Dort kümmert sich der zweifache Familienvater um die Aus- und Weiterbildung deutscher Austausch-Offiziere.

Der ohnehin frankophile Warter, der nahe dem Elsass aufwuchs, freut sich auf die Aufgabe. Dennoch: Ein bisschen Wehmut kam am Donnerstag schon auf, als er sich bei Nieselregen kurz nach 13 Uhr von den "Mittenwalder Jagern" im Kurpark Krausegarten verabschiedete. Und ein wenig Pathos schwang schon mit, als Warter vor rund 500 Zuschauern seinen über 800 angetretenen Soldaten offenbarte: "Ich danke unserem Herrgott, dass ich Ihr Kommandeur sein durfte." Doch das gehört bei solchen Anlässen einfach dazu.

Im Falle von Michael Warter drückt diese Formulierung allerdings auch ernst gemeinte Verbundenheit mit seiner Truppe aus. Diese wuchs nicht zuletzt während des knapp sechsmonatigen Auslandseinsatzes im Kosovo in der ersten Jahreshälfte 2007.

Dickes Lob gab es auch von seinem ehemaligen Vorgesetzten, dem Chef der Brigade 23, General Erich Pfeffer aus Bad Reichenhall. "Ich wusste zu jeder Zeit, dass ich mich auf Sie verlassen konnte." Mit "Elan und Akribie" hätte Warter im Bataillon 233 für "ein ausgezeichnetes Klima" gesorgt, so der Mann mit dem goldenen Eichenlaub. Anschließend händigte Pfeffer dem scheidenden Kommandeur die Ehrennadel der Brigade aus. Derweil erlitt der eine oder andere Soldat einen Schwächeanfall und musste von den Sanis versorgt werden. Kreislauf-Probleme hatte Klaus Guth keine. Der bekannte Schauspieler ("Der Bulle von Tölz") hatte sich in die Kluft der Wallgauer Gebirgsschützen geworfen.

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