Heftige Explosion in Wohnhaus: Foto zeigt Ausmaß der Katastrophe - Mann und Kind weiter verschüttet

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Sepp Zunterer hat per Schreiben seinen Rücktritt mitgeteilt. foto: kor/a.

Es kracht im Alpenwelt-Gebälk

Mittenwald - Paukenschlag in der Alpenwelt Karwendel: Sepp Zunterer räumt seinen Sitz im Aufsichtsrat der Isartaler Tourismus-GmbH.

Sepp Zunterer soll nach der jüngsten Sitzung des Mittenwalder Marktgemeinderats ziemlich angefressen gewesen sein. Ihm und seinen vier Fraktionskollegen von der Vereinigung der Freien Wähler Mittenwald (VFM) hat es offenbar gar nicht geschmeckt, wie unter anderem Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) ihren Antrag in puncto Alpenwelt Karwendel abgekanzelt hatte.

Wenige Tage später durfte der Krüner Rathauschef Thomas Schwarzenberger (CSU), seines Zeichens amtierender Vorsitzender des Aufsichtsrats der neugegründeten Isartaler Tourismus-GmbH, im Kontrollgremium ein Schreiben verlesen - abgefasst von Zunterer, der diesem Treffen ferngeblieben war. Dieser wolle „sein Amt zurückgeben“, bestätigt Schwarzenberger, „aus persönlichen und zeitlichen Gründen“.

Zieht der Ex-Aufsichtsrat Zunterer damit die Konsequenzen aus dem Schlagabtausch im Gemeinderat? Darüber darf nun munter spekuliert werden. Licht ins Dunkel könnte da natürlich der „Alperer“ selbst bringen. Gegenüber dem Tagblatt will er indes nicht Stellung beziehen.

Dem Vernehmen nach soll sein Rücktritt von den anderen acht Aufsichtsräten mit Bedauern zur Kenntnis genommen worden sein. Dem Gremium gehören neben Schwarzenberger und dessen Amtskollegen Hornsteiner und Hansjörg Zahler (Wallgau/CSU) noch die Gemeinderäte Ludwig Knilling (CSU/Mittenwald), Franz-Paul Reindl (Bürgerliche Wählergemeinschaft) und Andreas Zick (CSU) aus Krün sowie Hans Baur (Junge Mitarbeiter) und Bernhard Neuner junior (CSU) aus Wallgau an.

Der Posten von Zunterer bleibt vorerst vakant. Über genaue Details zu seinem Rückzug kann oder will sich der Aufsichtsratschef momentan nicht äußern. „Es hat seitdem kein Gespräch geben“, meint Schwarzenberger. „Wir werden als Gesellschaft diese Angelegenheit nun dem Markt Mittenwald mitteilen.“

Spielraum für Interpretation bleibt allemal. Beobachter deuten Zunterers Schritt als eine Art Protest gegenüber dem Bürgermeister. Dieser hatte das Ansinnen der Parteilosen, die drei Tourist-Infos ganzjährig auch samstags zu öffnen und einen festen Ansprechpartner für die Vermieter in allen drei Partnerorten zu benennen, offenbar derart vom Tisch gewischt, dass die Stimmung bei einigen Mittenwalder Räten im Anschluss vollends im Keller war.

Fakt ist, und das zeigt auch die Entscheidung Zunterers: Teile der Freien Wähler wollen seit den Kommunalwahlen das Feld nicht mehr allein der allmächtigen CSU überlassen - und anscheinend schon gar nicht in der Alpenwelt Karwendel. csc

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