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Volle Konzentration: Die Wasserretter hören bei der Einsatzbesprechung den Anweisungen genau zu.

Simulierter Rettungseinsatz

Jugendliche kentern mit Kajak - eine Übung

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Mittenwald - Sie proben für den Ernstfall, diesmal zusammen mit der Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Die Mitglieder der Kreiswasserwacht retteten bei einer Übung zwei Jugendliche, die mit einem Kajak gekentert sind. 

Dunkelheit bricht ein. Es ist 17.15 Uhr. Jede Minute zählt, jede kann über Leben und Tod entscheiden. Konzentration ist gefragt bei den Rettungskräften. Sie müssen sich auf die Suche nach zwei Jugendlichen machen, die mit einem Kajak auf der Isar – Höhe Landesgrenze zu Tirol – gekentert sind. Zum Glück nur ein Training.

Die Kreiswasserwacht Garmisch-Partenkirchen und die Polizeihubschrauberstaffel Bayern probten den Ernstfall. Mit dabei waren die Einheiten der Wasserwacht- Schnelleinsatzgruppe Garmisch sowie der aus Krün/Wallgau mit Hilfe des Mittenwalder Vereins sowie die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UGSanEL) mit einem Einsatzleitwagen. Es ging vor allem darum, wie Vorsitzender Markus Achtner berichtet, das Zusammenspiel zwischen den Bodentruppen und der des Hubschraubers „Edelweiß 2“ zu trainieren und perfektionieren.

Nach einem kurzen Briefing der Übungsleiter Markus Achtner und Sandro Leitner, die drei Einsatzabschnitte bildeten, rückten die Retter aus. Etwa sieben Minuten dauerte es, dann war die erste Person mittels Wärmebildkamera geortet. Mit Hilfe des Digitalfunks und Suchscheinwerfern der Polizeimaschine wurden die Wasserwachten zum Fundort gelotst. Es vergingen nur acht Minuten, dann konnte die Gruppe aus Krün/Wallgau bei dem Verunglückten Hilfe leisten. Weitere acht Minuten später fand der Heli die zweite Person – an der anderen Uferseite. Doch zu ihr zu gelangen, gestaltete sich schwierig. „Es war sehr unwegsames Gelände direkt an der Isar“, teilt Achtner mit. Trotzdem: gemeistert. Wie auch alles andere: Denn bereits nach 35 Minuten wurde die Übung erfolgreich abgeschlossen.

Bei der darauffolgenden Besprechung durfte die Einsatzleitung viele Lobesworte für das Zusammenspiel aussprechen. Und das obwohl es für einige junge Wasserretter den ersten Einsatz mit Hubschrauber darstellte.

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