News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

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Die Drei von der Baustelle: (v. l.) Bürgermeister Adolf Hornsteiner, Polier Egon Kleinlechner und Bauleiter Toni Schönach besprechen am Anger die nächsten Schritte.

Sieben Meter pro Tag geht‘s vorwärts

Lainbach: Die Arbeiten am Anger laufen

Für Anwohner am Anger ist es derzeit ein wenig ungemütlich. In dem ansonsten beschaulichen Mittenwalder Viertel laufen aktuell die Arbeiten zum Lainbach-Hochwasserschutz. Wie schon 2016 an der Laintalstraße vollbringt die beauftragte Tiroler Firma eine logistische Meisterleistung.

Alt trifft neu: Aus dem porösen, trapezförmigen Gerinne (l.) wird ein rechteckiges Becken.

Mittenwald Wenn die Presse anrückt, dann wirft sich der Polier schon mal in Schale. Im Falle von Egon Kleinlechner ist’s die Krachlederne, eine speckige noch dazu. Teile seiner Belegschaft müssen herzhaft lachen, als der Chef im rustikalen Gewand anrückt – statt dem Tiroler Hut trägt er einen Bauhelm. Da schmunzeln auch der Mittenwalder Bürgermeister Adolf Hornsteiner und Bauleiter Anton Schönach. Den Humor verliert Kleinlechner nicht so schnell – selbst auf einer anspruchsvollen Baustelle nicht. Im Zuge des Lainbach-Hochwasserschutzes geht es nach dem Auftakt 2016 zwischen Laintal-Eingang und Kuranlage Puit nun am Anger weiter. Für die Anwohner eine echte Nagelprobe. Denn Lärm, Staub und Dreck erschweren den Alltag in dem ansonsten eher ruhigen Ortsviertel. Doch von Bürgergroll keine Spur. „Alle ziehen an einem Strang“, vermeldet Polier Kleinlechner. „Die Leute machen gut mit“, bestätigt auch Bauleiter Anton Schönach, der das Scharnier zwischen Gemeinde und der Tiroler Firma Porr darstellt.

Deren rund 30 Mitarbeiter vor Ort – Baggerfahrer, Eisenflechter, Schaler und Zimmerer – werkeln nahezu im Akkord. „Sieben Meter schaffen wir pro Tag“, meint Kleinlechner – 400 Meter sind’s in diesem Bauabschnitt insgesamt. Eine ordentliche Wegstrecke liegt also noch bis zum Penny-Markt am nördlichen Ortsende vor ihnen.

In Windeseile wird das brüchige, trapezförmige Lainbach-Gerinne entfernt und durch ein geräumigeres, rechteckiges Betonbecken ersetzt. Im Vorfeld müssen Holzstege errichtet werden, damit Anwohner ihre Häuser erreichen können, Bevor betoniert wird, müssen unterhalb der neuen Einfassung zudem Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen verlegt und eine Vielzahl von Bäumen gefällt werden.

Aktuell sind rund 80 Grundstückseigentümer von den Bauarbeiten betroffen. Momentan liegt man nicht zuletzt dank des günstigen Wetters und der flinken Tiroler voll im Soll. Und Stand heute schaut’s auch finanziell gut aus. „Wir haben das Kostenvolumen noch nicht überschritten“, betont ein zufriedener Bürgermeister. Bei einer Summe von insgesamt 8,5 Millionen Euro – 75 Prozent davon bezahlen der Freistaat Bayern, 25 Prozent die Mittenwalder – keine Selbstverständlichkeit.

Christof Schnürer

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