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Herausforderung um Herausforderung: Die Arbeiter müssen – wie hier am Bahnviadukt – nah an den angrenzenden Gebäuden die neue Lainbach-Rinne erstellen.  

Hochwasserschutz-Projekt trotz Starkregen im Zeitplan

Lainbach: Gerinne wächst Meter um Meter

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Die Pumpen sind in Betrieb, die Arbeiten laufen unter Hochdruck: Nun startet bei der Hochwasserschutz-Verbauung am Lainbach die nächste Phase. Die Lücke zwischen Abschnitt eins und zwei wird geschlossen.

Mittenwald – Sie spielen eine tragende Rolle bei der Lainbach-Verbauung. Ohne das Einverständnis der Grundbesitzer könnte das 8,1-Millionen-Euro-Projekt nicht umgesetzt werden. „Dann wäre Schicht im Schacht“, betont Adolf Hornsteiner (CSU). Deshalb legt Mittenwalds Bürgermeister großen Wert auf Gespräche und Versammlungen. Schließlich müssen die Anlieger während der Bauphase Lärm und Schmutz vor der eigenen Tür ertragen. Die Hauseigentümer zwischen dem „Anger“ und der Evangelischen Kirche haben das Gröbste bereits hinter sich. Es fehlt nur noch ein Gerinne-Element, sagt der Rathauschef. Derweil wächst auf dem Schotter rund herum allmählich wieder das Grün. Am morgigen Dienstag wird dann anlässlich des Zusammenschlusses in diesem so genannten „Baulos 1“ Hebauf gefeiert.

Zeit für eine Pause bleibt dennoch nicht. Denn angesichts des Verwendungsnachweises der Gelder – 70 Prozent der Kosten trägt der Freistaat – müssen alle Abschnitte bis Juli 2018 fertiggestellt sein. Und dabei steht im kommenden Jahr noch der anspruchsvollste Part im historischen Ortsteil Gries auf dem Programm. Die Schwierigkeit, abgesehen von der ohnehin überall vorherrschenden Enge: Dort wurde das alte Gerinne teilweise überbaut.

Bisher konnte man den Terminplan einhalten. Obwohl, wie Hornsteiner sagt, „der Regen die Baustelle nicht einfacher gemacht hat“. Gerade im Bereich des Bahnviadukts kam neben der Platznot – die Rinne grenzt an Hauswände – noch der Zufluss durch den eigentlich kleinen Mühlgraben als Herausforderung hinzu. „Es ist erstaunlich, welche Wassermassen dieser bei Starkregen ins Tal befördert.“

Nichts, was die zuständige Tiroler Baufirma nicht in den Griff bekommt. Mit Hochdruck werkelt sie, um bis Ende dieses Jahres einen Haken hinter diesen Abschnitt zu machen. Zu tun gibt es noch einiges. Zum Beispiel die Strecke bis zum Penny-Markt an der Partenkirchner Straße. Um den nötigen Raum für die Arbeiten am nördlichen Ortseingang zu ermöglichen, wird die Zufahrt verkehrstechnisch dort über eine Ampel-Regelung gemanagt. Der Lainbach an sich hat es dort im wahrsten Sinne in sich. Wegen der Zuflüsse enthält er große Mengen an Wasser, schildert der Bürgermeister. Deshalb bleibt der Marktbach, der für den Bozner Markt geschlossen wurde, auch weiterhin zu. „Jeder Liter, den wir nicht wegpumpen müssen, ist gut.“

Gleichzeitig zu diesem Teil der komplexen Hochwasserschutz-Verbauung ist ab dieser Woche der Bereich von der Evangelischen Kirche bis zum Bahnviadukt, also der Lückenschluss der ersten beiden Abschnitte, fällig. Damit geht auch die Erschließung der Goethestraße einher. Die Planungen dafür sind in vollem Gange. Während man sich in dem Bereich mit dem neuen Trapez-Gerinne für den Lainbach vorzugsweise bis Ende 2017 in der Schlussphase befinden möchte, beginnt der notwendige Straßenbau erst 2018. Zuvor muss der Gemeinderat sich erst noch mit dem Thema auseinandersetzen. Außerdem beabsichtigt Hornsteiner wieder, die Anlieger im Vorfeld ins Boot zu holen und zu informieren.

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