Kurioser Fund bei mutmaßlichem Schleuser

Drogen in der Unterhose

Mittenwald – Wo die Leute nicht überall ihre Drogen verstecken: Die Bundespolizei hat am Montag bei einem mutmaßlichen Schleuser Marihuana in der Unterhose entdeckt. 

Die Bundespolizei hat am Montagfrüh bei Mittenwald einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Im Fahrzeug des Italieners saßen vier Afrikaner ohne Papiere. Darüber hinaus hatte der 23-Jährige Drogen dabei. Rund 50 Gramm Marihuana steckten in dessen Unterhose, eine geringe Menge Kokain führte er in seinem Gepäck mit sich. 

Der italienische Fahrer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Seine vier männlichen Begleiter, drei nigerianische sowie ein kamerunischer Staatsangehöriger, verfügten jedoch nicht über die erforderlichen Einreisedokumente. Da der Verdacht einer Schleusung bestand, wurden alle fünf Personen zur Bundespolizeiinspektion Rosenheim gebracht. 

Dem Italiener bringt sein Vorgehen gleich zwei Strafanzeigen ein: So muss er sich wegen Einschleusens von Ausländern sowie der Einfuhr von Betäubungsmitteln verantworten. Um das Strafverfahren zu sichern, entschied die Münchner Staatsanwaltschaft, dass der Mann 2000 Euro hinterlegen muss. Nachdem seine Mutter das Geld vorbei gebracht hatte, durfte der mutmaßliche Schleuser seine Reise fortsetzen.

Die Afrikaner, die zwischen 16 und 39 Jahre alt sind, mussten das Land bereits wieder verlassen, „da es ihnen offenbar nicht auf Schutz in der Bundesrepublik ankam“, wie die Bundespolizeiinspektion Rosenheim in einer Pressemeldung mitteilt. Die Männer wurden an die österreichischen Behörden überstellt.

roy

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