Baustelle in der Edelweißkaserne: Die Halle 10 wird durch einen Zwischentrakt und Anbau erweitert. foto: kunz

2,6 Millionen Euro für Halle 10

Mittenwald - Der Bund investiert auch in diesem Jahr kräftig in den Bundeswehr-Standort Mittenwald. Insgesamt fließen bis 2015 in die Modernisierung der beiden Kasernen knapp 29 Millionen Euro.

In der Mittenwalder Edelweiß- und Karwendelkaserne rührt sich einiges - nicht nur militärisch gesehen. Seit mehr als fünf Jahren herrscht dort eine rege Bautätigkeit. Hintergrund dieser Offensive ist das 2007 von der damaligen Großen Koalition beschlossene 645-Millionen-Euro-Investitionspaket, mit dem Bundeswehr-Liegenschaften im Westen der Republik modernisiert werden. Rund 29 Millionen Euro sollen davon bis 2015 nach Mittenwald geflossen sein.

Begonnen hatte alles 2008 mit einem Neubau in der Edelweißkaserne - ein Mannschaftsgebäude auf dem Areal der alten Muliställe. Im Februar 2009 war es bezugsfertig. „Die Unterkunft diente als Ausweichquartier während der Modernisierung von insgesamt acht Kompanie-Gebäuden des Gebirgsjäger-Bataillons 233 und des Logistikbataillons 8“, berichtet Stabsfeldwebel Hubert Brennauer, der die Projekte vorort koordiniert. „Mittlerweile ist auch der Brandschutz im Stabsgebäude, die Energieversorgung und eine neue Informationstechnik (IT) verbessert.“

Im Februar 2013 wurde die Sporthalle für rund 350 000 Euro modernisiert. Seit August läuft die Sanierung der Halle 10. Durch einen neuen Zwischentrakt und Anbau soll eine große Werkhalle entstehen. Darin sind künftig unter anderem Büro-, Sanitär- und Sozialräume, Untersuchungsgruben, ein Bremsenprüfstand für Lkw und ein Spezialarbeitsplatz für Schweißerei untergebracht. Der Trakt dient demnächst der Versorgungskompanie des Logistikbataillons 8 als Instandsetzungsbereich.

„Dafür waren sogar Sprengarbeiten im Ostteil der Kaserne erforderlich“, verdeutlicht Brennauer. Klappt alles wie geplant, kann die Halle ab Juli genutzt werden. Die Kosten herfür belaufen sich auf insgesamt rund 2,6 Millionen Euro.

Ein besonderes Auge auf die Millionensummen und die einzelnen Bauprojekte wirft dabei das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistung (früher Wehrbereichsverwaltung). „Die Ausschreibungen für die notwendigen Maßnahmen sind aber über das Staatliche Bauamt Weilheim gelaufen“, verdeutlicht Objektmanager Sebastian Senftleben vom Dienstleistungszentrum (ehemals Standortverwaltung) in Mittenwald. ku

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