Noch keine Spur vom Täter

Unbekannter schießt Katze mit Luftgewehr in den Kopf 

Tierbesitzer und Tierliebhaber in Mittenwald sind in Alarmbereitschaft: Am Dienstagnachmittag hat ein bislang Unbekannter, vermutlich an der Ballenhausgasse, versucht, mit einem Luftgewehr eine Katze per Kopfschuss zu töten. Die Polizei ermittelt.

Mittenwald – Großes Entsetzen herrscht momentan im Hause einer Mittenwalder Familie. Als ihre kleine Katze Vroni wie jeden Tag kurz nach draußen ging und nach zirka einer Stunde wieder nach Hause kam, wurde den Besitzern schnell klar, dass irgendetwas mit ihrem Schützling nicht stimmte. „Plötzlich merkten wir, dass sie am Auge blutete“, erzählte die Tochter des Besitzers. Sofort operierte Dr. Martin Simon das verwundete Tier – und es bestätigte sich die schlimmste Befürchtung: Aus dem Kopf der Katze entfernte der Mittenwalder Tierarzt ein Luftgewehr-Projektil. Vermutlich in der Ballenhausgasse, mitten im Zentrum neben der katholischen Kirche St. Peter und Paul, hat ein Unbekannter versucht, mit einem Luftgewehr das Haustier zu töten.

Schoss der Täter der Katze gezielt in den Kopf?

„Der Schuss ging gezielt in den Kopf“, sagt die Vorsitzende des Mittenwalder Tierschutzvereins, Christine Sprenger. Sie zeigt sich entsetzt und wütend über die Tat dieses „Katzenhassers“ und ist noch immer fassungslos angesichts solch kaltblütiger Mordlust. Sofort nach dem Vorfall rief sie alle Tierbesitzer und Tierliebhaber auf Facebook zur Vorsicht und Achtsamkeit auf. Ihre Meldung auf der Vereinsseite wurde mittlerweile über 140 Mal geteilt, in den Kommentaren zeigen sich Einheimische betroffen und verärgert. „Was geht in den Köpfen mancher Menschen vor?“ oder „Hoffentlich wird der Täter geschnappt“ ist dort beispielsweise zu lesen.

Heimtückische Attacke - vor einem Jahr ereignete sich ein ähnlicher Vorfall

Das Heimtückische an einer Luftgewehr-Attacke ist, dass „man das Abschießen nicht unbedingt hört“, das haben Sprengers Recherchen ergeben. Die Polizei wurde bereits eingeschaltet und ermittelt jetzt wegen eines „Vergehens gegen das Tierschutzgesetz“, wie Mittenwalds Inspektionsleiter Andreas Nieß bestätigt. Dem Täter könnten nun bis zu drei Jahre Haft oder eine empfindliche Geldstrafe drohen. Noch sei aber kein Verdächtiger ausgemacht worden. Vor rund einem Jahr hatte sich ein ähnlicher Vorfall an der Mittenwalder Laintalstraße ereignet. Damals ging die Tat für die verletzte Katze nicht gut aus. Sie starb aufgrund des Schusses. Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass die Attacke dieses Mal ein glücklicheres Ende für die Katze Vroni nimmt und der Täter einer gerechten Strafe zugeführt werden kann. „Die Katze wird es überleben“, sagt Sprenger. „Der Schuss ging knapp am Auge vorbei.“ Auch laut Polizei befindet sich das Tier mittlerweile schon wieder auf dem Weg der Besserung.

Josef Hornsteiner

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild

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