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In der Mittenwalder Schule wird fleißig Blut gespendet.

Ein Besuch in Mittenwald

Blutspenden in Corona-Zeiten ist möglich 

Einen halben Liter für die gute Sache - das ist auch in Zeiten einer gefährlichen Viren-Pandemie möglich. In Mittenwald kamen 103 Blutspender.

Mittenwald Geht in Corona-Zeiten eigentlich überhaupt noch jemand zur Blutspende? Diese Frage haben am Mittwoch 103 unerschrockene Isartaler beim Rotkreuz-Termin in der Mittenwalder Grund- und Mittelschule eindrucksvoll mit Ja beantwortet. Ihr Motto: Ruhig Blut.

Bereits um 16 Uhr, als die Aktion startet, stehen rund 40 Autos auf dem Pausenhof. Vor dem Eingangsbereich der Aula hat sich eine lange Schlange gebildet. Dass sie so auseinander gezogen ist, hat einen Grund. Die Menschen sollen wegen der Ansteckungsgefahr auf Abstand gehen. Kein Problem für die potenziellen Spender. Die Helfer der heimischen BRK-Bereitschaft – sie sind in zwei Schichten mit jeweils vier Kräften im Einsatz – messen bereits am Eingang bei jedem die Körpertemperatur.

Keine akute Gefahr

Akute Gefahr besteht selbst in Corona-Zeiten nicht. „Bei der Blutabnahme gibt es kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Wie ja auch während der Grippezeiten nur Spender kommen, die sich gesund und fit fühlen“, erklärt BRK-Pressesprecher Patrick Nohe aus München. „Daneben müssen alle Personen vor der Blutabnahme noch drei Fragen zum Gesundheitszustand beantworten.“ Sie lauten: Fühlen Sie sich gesund und fit? Hatten Sie Kontakt zu Corona-Infizierten? Haben Sie sich zuletzt in einem der Risikogebiete aufgehalten? Natürlich gehen die BRK-Verantwortlichen von wahrheitsgemäßen Antworten aus.

Der abgezapfte halbe Liter wird übrigens nicht auf Corona getestet. „Weil es keinen Hinweis darauf gibt, dass das Virus überhaupt durch Blut oder Blutprodukte übertragen wird“, begründet Nohe das Prozedere.

98. Spende

Die Spender müssen vor der Blutabnahme zusätzlich noch ein sogenanntes Selbstausschluss-Formular ausfüllen. Erst dann dürfen sie in eines der beiden Zimmer rein, in denen zur Tat geschritten wird. Dort nimmt Michael Holzer bei BRK-Helfer Florian Baier Platz. „Ich gehe regelmäßig zur Blutspende“, verrät der 56-Jährige aus Krün. Am Mittwoch wird er zum 98. Mal zur Ader gelassen. Und damit soll im Corona-Jahr noch lange nicht Schluss sein. „Die Hundertste möchte ich heuer schon vollmachen.“ Der ehemalige Kommandant der Krüner Feuerwehr nimmt die Prozedur gerne in Kauf. Dient sie doch auch der Vorsichtsmaßnahme. „Vor der Blutabnahme wird neben der Temperatur ja auch der Puls gemessen und alles peinlich genau desinfiziert.“

Warteschlange

In der Warteschlange stehen auch bestens gelaunt Silvia und Wolfgang Rieger aus Wallgau. „Wir sind gekommen, weil Blut immer gebraucht wird“, sagt der Ehemann. Seine Frau sieht das Ganze pragmatisch. „Wenn wir selbst einmal Blut benötigen sollten, sind wir doch ebenso froh, wenn davon genügend da ist.“ Seinen Lebenssaft gibt auch James Costa aus Mittenwald gerne. „Ich gehe regelmäßig zum Spenden, denn als Feuerwehrmann ist Hilfe am Nächsten für mich selbstverständlich.“

In die Schlange reihen sich mit Theresa Weber, Katharina Neuner, Verena Holzer und Maria Sperer gleich vier junge Neulinge aus Wallgau ein. „Dann erfahre ich endlich, was ich für eine Blutgruppe habe“, meint Sperer. Die ermitteln die Experten übrigens mittels kleinem Pikser unmittelbar vor der dem Hauptvorgang. „Das abgenommene Blut wird in unsere beiden Produktions- und Logistikzentren in Wiesentheid und München geschickt“, informiert Nohe. „Da wird es geprüft und die Blutröhrchen anschließend in den dortigen Labors eingelagert.“ Vieles geht also seinen gewohnten Gang – selbst in Corona-Zeiten.

Wolfgang Kunz

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