Blaulicht-Fahndung, ein Auto von hinten und Greta Thunberg in einer Montage.
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Greta Thunbergs vermeintliche Zöpfe lösten einen Großeinsatz von österreichischer und bayerischer Polizei aus.

„Greta??? Nie gesehen ...“

Mann präpariert Wagen mit „Greta Thunberg“-Zöpfen - und löst Großfahndung in zwei Ländern aus

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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Sein Humor kommt einen Bayer nun teuer zu stehen. Er hatte auf beiden Seiten der deutsch-österreichischen Grenze eine Großfahndung ausgelöst - mit einem üblen Scherz. 

  • Einen schlechten Scherz hat sich ein Bayer im österreichischen Seefeld (Tirol) erlaubt.
  • Damit löste er eine Großfahndung auf beiden Seiten der Grenze aus.
  • Das kommt den Mann nun teuer zu stehen.

Mittenwald/Seefeld - Eine Rechnung über exakt 1.283,40 Euro bekam jetzt ein Mann von der Kostenstelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zugeschickt. Er hatte am 15. Juni 2020 im Grenzgebiet von Tirol und Bayern auf beiden Seiten der Staatsgrenze eine Großfahndung ausgelöst. Was von dem Mann als Spaß gedacht worden war, kommt ihn jetzt teuer zu stehen.

Greta-Mädchenzöpfe schauen aus Auto: Mann löst Großfahndung aus

Am Nachmittag des 15. Juni erregte ein vorbeifahrender Pkw mit deutscher Zulassung die Aufmerksamkeit von Passanten im Tiroler Ort Seefeld. Aus dem geschlossenen Heckklappendeckel des Mercedes-Kombi hingen erkennbar Haarzöpfe heraus. Eine Entführung? Ein schlecht verstautes Mordopfer? Die Zeugen alarmierten sofort die Tiroler Polizei und zahlreiche Polizeistreifen machten sich auf die Suche nach dem verdächtigen Auto.

Weil der Pkw eine deutsche Zulassung hatte und die Einreise nach Bayern zu vermuten war, schickte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auch diesseits der Grenze etliche Streifen der dortigen Landespolizeidienststellen und der Bundespolizei los, um sich auf bayerischem Gebiet an der Fahndung zu beteiligen.

Großfahndung nach üblem Greta-Scherz: Bayer muss nun viel Geld zahlen

Über das Kennzeichen des Mercedes konnte die österreichische Polizei den Fahrzeughalter ermitteln und schließlich auch mit ihm in Kontakt treten. Der Mann, ein Deutscher aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach (Oberpfalz) erklärte, dass er die Perücke bewusst so an sein Auto montiert habe und dass es sich dabei um „Satire“ handele. 

Denn es sei an der Heckklappe auch ein Aufkleber angebracht, auf dem „Greta??? Nie gesehen…“ stehe. Die Überprüfungen der österreichischen Polizei bestätigten dies.

Die Intention des Mannes scheint also offenbar gewesen zu sein, auf eine sehr unglückliche Weise Kritik an der Klima-Aktivistin Greta Thunberg zu üben, die ja bekanntermaßen spätestens seit ihrer Rede beim UN-Klimagipfel zum Hassobjekt vieler Klimawandel-Leugner geworden ist. Das ging gehörig nach hinten los.

Großfahndung wegen Greta Thunberg-Zöpfen: Mann fällt nicht zum ersten Mal negativ auf

Ein Verbrechen lag zwar nicht vor. Trotzdem erhielt der Mann nun Post vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Darin eine Rechnung nach dem Kostengesetz über 1.283,40 Euro, weil er durch sein Handeln - nämlich das bewusste Vortäuschen einer Gefahr - einen größeren Großeinsatz ausgelöst hatte. Und das nicht zum ersten Mal. Denn bereits drei Wochen zuvor hatte die Polizei in der Oberpfalz wegen exakt desselben Sachverhaltes eine Fahndungsaktion nach dem Pkw eingeleitet.

Nicht der erste schlechte Scherz, mit dem es die Polizei zu tun bekommt: „Ich wurde entführt“: Dieser Hilferuf einer jungen Münchnerin war überzeugend. So überzeugend, dass ein 21-Jähriger aus Wörth die Polizei alarmierte. Doch die Frau hatte sich einen Spaß erlaubt. Gegen sie wird nun ermittelt.

Aktivistinnen rund um Greta Thunberg haben sich in einem offenen Brief an die Oberhäupter der EU-Staaten gewandt. Diese müssten die Umweltkrise endlich als solche behandeln. 

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