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Die rote Lichtgestalt: Enrico Corongiu will sich im Laufe des Oktobers entschieden haben. 

Ein gefragter Mann

Bürgermeister? Landrat? Corongiu bleibt Antwort über Kandidatur noch schuldig

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Er lässt sie alle zappeln: seine Genossen bei der SPD und die Landkreis-Bürger. Enrico Corongiu hat noch keine Entscheidung getroffen, wie er sich für die Kommunalwahlen positioniert. Ob er sich positioniert. 

Mittenwald – Enrico Corongiu ist ein gefragter Mann. Der Mittenwalder hat einige Optionen – politisch gesehen. Die Sommerferien in seiner zweiten Heimat Italien hat der zweifache Familienvater auch dazu genutzt, um über seine Ambitionen bei den Kommunalwahlen nachzudenken. Um es vorwegzunehmen: „Ich habe noch keine Entscheidung getroffen.“

Dass der neue SPD-Kreisvorsitzende im März 2020 auf weitere sechs Jahre im Marktgemeinderat und Kreistag hinarbeitet, liegt auf der Hand. „Politik macht einfach Spaß“, sagt der Bundestagskandidat von 2017 ohne Umschweife. Nicht wenige unter den 200 Parteimitgliedern der Kreis-SPD sehen in dem Rotkreuz-Rettungsassistenten die rote Lichtgestalt schlechthin, trauen dem eloquenten Isartaler mehr zu.

„Ich bin nicht der Typ, der von Kandidatur zu Kandidatur hüpft.“

Keiner weiß das besser als der Betroffene selbst. Immer wieder muss sich der 41-Jährige zu einer möglichen Kandidatur fürs Bürgermeister- oder Landratsamt erklären. „Ich tue mich wirklich unwahrscheinlich schwer“, räumt Corongiu ein. „Denn ich bin nicht der Typ, der von Kandidatur zu Kandidatur hüpft.“ Gut möglich, dass er in einem halben Jahr entweder Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) oder Landrat Anton Speer (Freie Wähler) herausfordert. Möglicherweise verzichtet der Sozialdemokrat aber auch auf beides. „Ich schließe es nicht aus.“

Die ultimativen Antworten auf drängende Fragen verschiebt Corongiu deshalb wohlweislich auf den Oktober – den Monat der Offenbarung. Dann finden sowohl im Ortsverein als auch auf Kreisebene die entscheidenden, vor allem aber wegweisenden SPD-Treffen statt. Allerdings möchte der Hoffnungsträger einer bundes- und landesweit gebeutelten Partei eines betonen: Jeder könne sich angesprochen fühlen, nach verantwortungsvollen Posten zu streben.

Doch man muss kein Prophet sein, um zu konstatieren, dass bei den Roten zwischen Staffelsee und Karwendel der Kreis der üblichen Verdächtigen eher verschwindend klein sein wird.

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