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Wählen hat auch seine Tücken, wie das Beispiel aus Mittenwald zeigt.

Beim zweiten Mal klappt‘s

Freie Wähler beheben Wahlpanne

Beim zweiten Mal hat es geklappt: Wie jetzt erst durchgesickert ist, mussten die Freien Wähler in Mittenwald wegen eines Formfehlers ihre Kandidaten-Kür von November wiederholen. Das Ergebnis ist das gleiche: Anwärter aufs Bürgermeisteramt bleibt Georg Seitz.

Mittenwald – Zwischen Weihnachten und Neujahr soll sie abgelaufen sein – die Wiederholung der Kandidatenkür fürs Bürgermeisteramt. Diskret hatte die Vereinigung der Freien Wähler Mittenwald (VFM) ihren Mitgliedern eingesagt. Klar: Eine peinliche Panne wie diese hängt man nicht an die große Glocke. Herausgekommen ist sie jetzt mit etwas Verspätung trotzdem.

Kurz gesagt: Die Wahl von Georg Seitz zum Bürgermeisterkandidaten im November 2019 war nicht gesetzeskonform. „Unsere Satzung sagt aus, dass wir bei nur einem Vorschlag einen Kandidaten per Akklamation wählen können“, sagt Seitz. Demnach ließ seinerzeit der Wahlleiter, der langjährige Gemeinderat Dr. Hasso von Zychlinski, per Handzeichen abstimmen. Was dem anwesenden Landrat nach eigener Aussage bereits damals missfallen hatte. „Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht“, meint Anton Speer (Freie Wähler) gegenüber dem Tagblatt. Tatsächlich ist dieses Prozedere nicht mit dem Bayerischen Kommunalwahlrecht vereinbar. Diese besagt eindeutig: Die Wahl eines Bürgermeister-Aspiranten muss geheim erfolgen.

„Das haben wir bei einer einberufenen Versammlung im Hotel Post getan und damit den beanstandeten Formfehler berichtigt“, bestätigt Seitz, der sich offenbar auch im zweiten Anlauf über ein ordentliches Votum der anwesenden Mitglieder freuen durfte. Dem Vernehmen nach soll den VFM-Verantwortlichen ihr Fehler beim Erstellen des Protokolls selbst aufgefallen sein. Ein Veto aus dem Rathaus gab es nicht.

Wolfgang Kunz

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