Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Wahlkämpfer: (v.l.) Florian Lipp und Georg Seitz zu Gast beim Touristikverein Mittenwald.

Besuch beim Touristikverein

Wahlkampf in Mittenwald: Freie Wähler auf Werbetour

Der Wahlkampf in Mittenwald kommt knapp vier Monate vor dem Tag der Entscheidung langsam auf Touren. Die Freien Wähler mit ihrem Spitzenkandidaten Georg Seitz warfen beim Touristikverein schon mal die PR-Maschine an.

Mittenwald Nach der Hallenbad-Pleite haben die Freien Wähler nach einer kurzen Schockstarre wieder Kraft geschöpft. Die Hoffnung der größten Oppositionspartei in Mittenwald ruhen zum einen auf ihrem Bürgermeister-Kandidaten Georg Seitz (51), zum anderen auf ihrem Bürgerhaus-Konzept. Der Touristikverein zeigt offenbar an beiden Interesse. Dessen Interimsvorsitzende Ingrid Sailer hatte deshalb die Initiatoren Florian Lipp und Seitz zur Versammlung in den Gasthof Alpenrose gebeten – eine gute Werbe-Plattform knapp vier Monate vor der Kommunalwahl am 15. März 2020.

9,6 Millionen Euro

Heuer im April hatten die Freien Wähler ihre Vision von einem Haus des Gastes auf dem Bürgerhaus-Areal vorgestellt. So soll nach Fertigstellung der Sporthalle am Mauthweg und nach dem Umzug der bisher im Bürgerhaus beheimateten Vereine aufs Schulgelände das in die Jahre gekommene Anwesen am Anger abgerissen werden. Auf dem frei werdenden Grundstück möchte man dann einen Veranstaltungssaal für 250 bis 350 Besucher mit Terrasse, zwei bis drei Wohnungen, Küche, Wellnessbereich mit Sauna, Schwimmbecken, nicht einsehbarer Liegewiese und Tiefgarage verwirklichen. Die bald 100 Jahre alte, dann überflüssige TSV-Halle soll anschließend verschwinden und der dortige Grund – etwa für Einheimische – veräußert werden. Der Erlös und die im Haushalt für den Umbau in einen Veranstaltungssaal eingeplanten 2,8 Millionen Euro sollen als monitärer Grundstock für das 9,6-Millionen-Euro-Projekt dienen. Soweit die Kurzfassung.

„Mit cirka 26 000 Euro Kosten pro Jahr ist zu rechnen“, verdeutlichte Lipp. „Wenn wir bedenken, dass der Sessellift zum Kranzberg jährlich 150 000 Euro Miese abwirft, ist das Projekt durchaus machbar.“ Zudem sei ein zeitgemäßer Veranstaltungssaal in der größten Alpenwelt-Karwendel-Gemeinde geradezu ein Muss. „Das müsste schon drin sein“, sagte Lipp. „Schließlich waren für das Kranzbergprojekt 25 Millionen Euro auch kein Thema“, ergänzte Zuhörer Karl Pfund. Damit zielte er auf die Modernisierungsoffensive der Bürgermeister-Partei CSU, die letztlich am Veto einiger Grundstückseigentümer gescheitert ist.

Keine Überfrachtung

Ex-Gemeinderat Adolf Sailer, der wie andere Zuhörer auch, auf den miserablen Zustand des Bürgerhauses hinwies, wollte die Umbaukosten der bestehenden Turnhalle an der Mauthstraße wissen. Lipp schätzte sie auf rund 800 000 Euro. Sailer warnte deshalb vor einer weiteren Überfrachtung des bestehenden Konzepts.

Wie es jetzt weitergehen soll, und wie die „Regierung“ auf den Antrag der Freien Wähler reagiert habe, wurde aus der Runde gefragt. „Nichts mehr gehört. Wir hatten den Eindruck, dass der Gemeinderat etwas überrumpelt gewesen ist“, teilte Bürgermeister-Aspirant Seitz mit. Diplomatisch habe Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) reagiert und Seitz zufolge gefordert, dass jede Fraktion bis nach der Sommerpause diesbezüglich einen Vorschlag machen soll. „Jetzt ist es schon Winter, aber von weiteren Vorschlägen ist bis jetzt nichts zu hören und zu sehen. Still ruht der See. Aber wir sorgen schon dafür, dass der Antrag nicht in der Schublade bleibt“, versprach Seitz seinen Zuhörern.

Leonhard Habersetzer

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