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Grün ist die Hoffnung: Auf diesem Gemeinde-Grundstück am Unteren Rain soll ein Einheimischen-Modell verwirklicht werden.

Hoffnung für junge Familien

Einheimischen-Modell in Mittenwald: Gemeinde gibt Startschuss

  • VonChristof Schnürer
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In Mittenwald soll ein Einheimischen-Modell realisiert werden – und zwar auf einem kommunalen Grundstück am Unteren Rain. Der Marktgemeinderat fasste hierzu einen einstimmigen Grundsatzbeschluss.

Mittenwald – Im Rathaus trudeln immer mehr Anfragen junger Mittenwalder ein. Ihr Anliegen: Schaffen von bezahlbarem Wohnraum – im Idealfall denken viele von ihnen sogar an ein Eigenheim. „In einer Zeit, in der Wohnen mit allen Schattierungen eine andere Bedeutung erlangt hat, tun wir gut daran, uns da zu engagieren“, appellierte Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) im Rathaus an die versammelten Gemeinderäte.

Diese fassten am Ende der Aussprache ohne Gegenstimme einen wegweisenden Grundsatzbeschluss: So soll nach einhelligem Votum auf einem Gemeinde-Grundstück am Unteren Rain ein Einheimischen-Modell verwirklicht werden.

Zuvor hatte Marktbaumeister Ralf Bues den Räten und zahlreichen Zuhörern einen ersten Entwurf präsentiert. Dieser sieht auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal entlang der Isar, auf dem bis vor einiger Zeit das Obdachlosenheim stand, etwa zehn Bauplätze mit einer Größe von zirka 425 Quadratmetern vor. Die künftige Siedlung mit zweigeschossigen Einfamilien- und/oder Doppelhäusern soll durch eine Straße mit Wendehammer erschlossen werden. Einziger Wermutstropfen: Über der jetzigen Wiese befindet sich eine Stromleitung. Doch entsprechende Sicherheitsabstände könnten bei der vorliegenden Planung durchaus eingehalten werden, teilte Bues mit.

„Ich finde es gut, wenn die Sache angepackt wird“, sagte Klaus Zwerger (Bürgervereinigung). „Aber wir sollten das StoV-Gelände nicht außer Acht lassen.“ Damit spielt der Gemeinderat auf die innerörtliche Bundeswehrfläche an, die eigentlich schon längst der Kommune zum Kauf angeboten werden sollte. Von Seiten der SPD gab’s natürlich auch Zustimmung, bemüht sich Enrico Corongiu in seiner Funktion als Kreisrat ja schon geraume Zeit um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Corongiu möchte im Falle Mittenwald aber „Anreize über einen vernünftigen Preis“ schaffen.

Doch soweit ist man im Rathaus noch lange nicht. Als erstes muss nun ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden. Parallel dazu gilt es, die Vergabe-Richtlinien festzuzurren. Dabei könnte es zu lebhaften Diskussionen kommen – beispielsweise bei der Frage, wie hoch das Brutto-Einkommen eines Interessenten sein darf.

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