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Bekommt einen Namen: die Grund- und Mittelschule am Mauthweg. 

Karwendel der Favorit

Mittenwalder Schule auf Namenssuche

  • vonChristof Schnürer
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Die Zeit ohne Namen ist vorbei: Die Mittenwalder Grund- und Mittelschule soll den Zusatz „Karwendel“ erhalten. Das letzte Wort spricht der Marktgemeinderat.

Mittenwald – Viererspitze, Kranzberg, Goethe, Klotz, Isartal, Regenbogen – am Ende machte jedoch Karwendel das Rennen. Der wuchtige Gebirgszug soll künftig den Namen der Mittenwalder Grund- und Mittelschule zieren. Das ist das Ergebnis einer Befragung der ersten bis neunten Klassen. Keinerlei Widerspruch gibt es von Seiten der Lehrer. „Wenn es Kindern so ins Auge sticht, für sie so wichtig ist und sie sich dermaßen mit dem Karwendel identifizieren, warum sollten dann wir Erwachsene in eine andere Richtung steuern“, meint Rektorin Anja Zwerger.

Also geht man mit diesem Vorschlag morgen in die Gemeinderatssitzung. Denn schließlich obliegt es der Kommune, wie ihr bislang namenloses Gebäude am Mauthweg künftig heißt. Bürgermeister Enrico Corongiu (SPD) will der Empfehlung der Kinder gerne nachkommen. „Die Schüler waren intensiv eingebunden, da wäre es doch schade, wenn das Ganze zerredet wird.“ Das würde auch die Rektorin freuen. „Ich hoffe inständig, dass nicht mehr aufploppt.“ Womit Zwerger auf eine unerwünschte Grundsatz-Diskussion über Alternativ-Bezeichnungen abzielt.

Denn eines ist klar: Der Name Karwendel wird in Mittenwald und der Alpenwelt-„Karwendel“ inflationär verwendet. Die Namen großer Gemeindebürger wie Matthias Klotz (1653 bis 1743), Schulrat Ludwig Murr (1846 bis 1945) oder Altbürgermeister Josef Brandner (1917 bis 2005) finden indes vergleichsweise wenig Niederschlag.

Das Thema Namensgebung beschäftigt die Verantwortlichen am Mauthweg schon geraume Zeit – spätestens nachdem die Schülerzahlen vor einiger Zeit vollends in den Keller gerauscht waren. Deshalb sollten zur Identifikationsstiftung Name und Logo her.

Nun ist dieser Prozess aus Sicht der Schulfamilie erfolgreich abgeschlossen. Am Dienstag liegt’s an den 20 Marktgemeinderäten plus Bürgermeister, dem Vorschlag ihren Segen zu geben.

Einer, der morgen unter den Zuschauern sitzen wird, ist Konrektor Wolfgang Schwab. „Ich finde den Namen gut“, betont der Unterfranke, „Mittenwald steht für das Karwendel“. Schwab, den es beruflich vor über 20 Jahren ins Werdenfelser Land verschlug, hat auch einen persönlichen Bezug zu dieser Bergkette. „Seit meiner Kindheit ist es eine Traumregion.“

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