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Blumen für (ab 2. v. l.) Babsi Gerbl und Trixi Schönauer überreichen (v. r.) Robert Mix, Arno Rauscher und (l.) Bürgermeister Adolf Hornsteiner. 

Vertragsverlängerung keine große Sache

Die Schnapszahl-Fete: Jugendtreff Mittenwald feiert elfjähriges Bestehen

Es müssen nicht immer klassische Runde sein: So haben die Mittenwalder das elfjährige Bestehen ihres Jugendtreffs gefeiert. Bürgermeister Adolf Hornsteiner freut sich schon auf die 22er- und 33er-Party.

Mittenwald – 2018 fiel die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Mittenwalder Jugendtreffs ins Wasser. „Weil wir keine Zeit gefunden haben“, entschuldigte sich Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) nun bei der Schnapszahl-Fete zum Elfjährigen in der Arena nachträglich. Und der Rathauschef findet’s gut. „Diesen Rhythmus werden wir beibehalten“, versprach Hornsteiner, „und dürfen so auf ein 22. und 33. Jubiläum hoffen“.

Eitel, Freude, Sonnenschein herrschte nicht immer, wenn’s um eine Begegnungsstätte für den Nachwuchs jenseits der klassischen Vereinsarbeit ging. Der Jugendtreff war alles andere als ein Selbstläufer. Am 22. April 2008 wurde dieser in den Räumen der Mittenwalder Arena eingeweiht. Gerade SPD-Gemeinderätin und Gymnasiallehrerin Ilse Leidel hatte sich damals dafür eingesetzt, dass der bis 2002 in der „Kutsche“ und ab 2005 im Evangelischen Gemeindesaal eingerichtete Anlaufpunkt einen festen Platz bekommt.

Um die Teenager kümmerten sich zunächst Jugendreferent Stefan Schmitz und Erzieherin Kathrin Kreiter. Seit 2013 sind Trixi Schönauer und Babsi Gerbl kompetente Ansprechpartnerinnen für die heranwachsenden Gäste.

„Die Einweihung des Jugendtreffs war eine meiner ersten Amtshandlungen als Bürgermeister“, erinnerte sich Hornsteiner. „Positiv ist, dass die Besucherzahl 2018 um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Anm. d. Red.: 2017 waren es 1144 Jugendliche) gestiegen ist. Deshalb ist die jährliche Vertragsverlängerung immer ein kurzer Tagesordnungspunkt im Gemeinderat.“

Der für die pädagogische Führung des Jugendtreffs verantwortliche Kreisjugendring (KJR) kam mit Geschäftsführer Robert Mix und Vorsitzendem Arno Rauscher nach Mittenwald. „Es war zwar eine schmerzhafte Geburt, doch jetzt wird der Raum am Mittwoch, Freitag und einmal monatlich am Samstag kräftig genutzt“, sagte Rauscher. Das Angebot richte sich an alle Jugendlichen, die nicht in einem Verein organisiert sind. „Sie lernen bei uns Selbstbewusstsein und sich damit zu behaupten.“ Ein Extralob gab es für das Damen-Duo Schönauer/Gerbl. „Die beiden sorgen dafür, dass die Kinder das machen, was sie nicht nur wollen, sondern auch sollen.“

Die Antwort von Schönauer war entgegen ihrem Naturell kurz und knapp. „Wir haben uns auf ein Abenteuer eingelassen. Wir haben aber schnell gemerkt, dass uns hier keiner mehr rausbringt.“

Der im Landratsamt zuständige Sachgebietsleiter Stephan Märte schloss sich dem Lob an. „Ihr pädagogisches Geschick ist gefragt. Doch Ihre Arbeit im Treff wird oft unterschätzt. Zusammen mit allen Verantwortlichen können Sie heute die Früchte Ihrer Arbeit genießen.“ Die bei Condrobs tätige Sozialarbeiterin Christina Albrecht-Pokorny überreichte im Namen der Jugendlichen ein Geschenk. Sie unterstützt Schönauer und Gerbl im Jugendtreff einmal im Monat.

Die Elfer-Party hatte neben den obligatorischen Reden natürlich auch unterhaltsame Momente zu bieten – beispielsweise als sich der Jugendtreff in einen Escape-Room verwandelte. Aus diesem konnten die Teilnehmer nur entfliehen, wenn sie binnen einer Stunde diverse Aufgaben lösten. Am Abend dann wurde es musikalisch – mit einer Karaoke-Show.

Man darf gespannt sein, was bei der 22er-Fete auf dem Programm steht.

Wolfgang Kunz

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