+
Beschlossene Sache: (v. l.) Sabrina Blandau, Angela Schainost und Hansjörg Zahler besiegeln die Kooperation. 

Tourismus-Kooperation ab 1. Mai

Win-Win für Alpenwelt Karwendel und Kristall-Therme

  • schließen

Ab 1. Mai kooperiert das Trimini mit der Tourismusregion Alpenwelt-Karwendel. Die Therme in Kochel erhofft sich dadurch noch mehr Besucher und einen größeren Bekanntheitsgrad im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die Isartaler Fremdenverkehrs-GmbH wiederum wertet mit dieser Zusammenarbeit ihre Gästekarte auf.

Kochel am See/Oberes Isartal – Die einen sind offen für mehr Gäste, die anderen wollen ihren Urlaubern mehr bieten: Eine klassische Win-Win-Situation soll die neue Kooperation sowohl für die Betreiber der Kochler Therme trimini als auch für die Tourismusverantwortlichen im Oberen Isartal sein. Denn Inhaber der Alpenwelt-Card, die mindestens drei Nächte in Mittenwald, Krün oder Wallgau verbringen, können ab 1. Mai 30 Prozent günstiger in die Therme am Kochelsee.

Die vor zwei Jahren eröffnete Freizeitanlage verzeichnete 2018 nach eigenen Angaben 267 000 Besucher. Im Raum Tölz, München und Starnberg habe man bei Einheimischen schon einen hohen Bekanntheitsgrad, teilt Betriebsleiterin Angela Schainost beim Pressegespräch am Montag mit. Eine Ausweitung des Einzugsgebiets in südliche Richtung sei sinnvoll.

Im Geltungsbereich der Alpenwelt Karwendel registrierte man im Vorjahr 245 000 Gäste und 1,2 Millionen Übernachtungen, wie Wallgaus Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU), zugleich Aufsichtsratsvorsitzender Tourismus-GmbH, bestätigt. Die Gästekarte bietet schon Badbesuche wahlweise in Leutasch, Seefeld oder Garmisch-Partenkirchen. „Durch die neue Kooperation können wir die Alpenwelt-Card um ein Highlight erweitern“, sagt Sabrina Blandau, Geschäftsführerin der Alpenwelt-Karwendel-GmbH. Man dehne das Angebotsgebiet damit sternförmig aus, ergänzte Zahler mit freudigem Lächeln.

Die neue Leistung gilt sowohl für die manuelle als auch für die elektronische Gästekarte. Letztere beinhaltet auch kostenloses Busfahren im gesamten Gebiet des Regionalverkehr Oberbayern (RVO). „Die Gäste sind heutzutage auch im Urlaub mobil“, meint Blandau. Deswegen sei es wichtig, auch landkreisübergreifend zu kooperieren.

In der Therme erhofft man sich durch die Werbung auch mehr Einheimische aus der Nachbarregion. „Denn wir sehen, dass wir bei Touristen schon recht gut bekannt sind“, verdeutlicht Betriebsleiterin Angela Schainost. Den Kochler Hotels und Pensionen bringt die Therme 15 bis 20 Prozent mehr Gäste.

Finanziert wird die Kooperation von Mittenwald, Krün und Wallgau sowie der Kristallbäder-AG. Der Vertrag läuft bis Ende Dezember 2020. Dann soll Bilanz gezogen werden. Der Zeitrahmen sei gut, glaubt Schainost, „denn so haben wir sowohl Sommer- als auch Wintergäste im Vergleich“. Bei der Alpenwelt Karwendel ist man ebenfalls guter Dinge: Für die Bäderbesuche in Garmisch-Partenkirchen, Leutasch und Seefeld sei man inzwischen unbefristete Verträge eingegangen, teilt Geschäftsführerin Blandau mit. Offenbar zahlt sich nach Schließung des Mittenwalder Karwendelbads (November 2016) die Kooperation mit diesen Einrichtungen aus.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nun also doch: Bayernpartei nominiert Überraschungkandidat
Erst wollte sie nicht, jetzt tut sie’s doch. Mit Simon Brown schickt nun auch die Bayernpartei einen Kandidaten fürs Bürgermeisteramt in Garmisch-Partenkirchen ins …
Nun also doch: Bayernpartei nominiert Überraschungkandidat
Freie Wähler: Edenhofer kandidiert in Garmisch-Partenkirchen
Lilian Edenhofer, Ortsvorsitzende der Freien Wähler, tritt bei der Bürgermeisterwahl 2020 in Garmisch-Partenkirchen an.
Freie Wähler: Edenhofer kandidiert in Garmisch-Partenkirchen
„Fast frustrierend“: Wallgauer CSU fehlt ein Bürgermeister-Kandidat
Die ehemals allmächtige Regierungspartei hat ein Problem: Erstmals in ihrer Geschichte laufen die Schwarzen in Wallgau Gefahr, keinen Bürgermeister-Aspiranten aufbieten …
„Fast frustrierend“: Wallgauer CSU fehlt ein Bürgermeister-Kandidat
Michael Spindler (CSU) kandidiert als Bürgermeister in Unterammergau
Michael Gansler hört 2020 als Bürgermeister in Unterammergau auf. Jetzt gibt es den ersten Kandidaten für seine Nachfolge.
Michael Spindler (CSU) kandidiert als Bürgermeister in Unterammergau

Kommentare