Die Musikanten kommen: Die Premiere des „Saitenstraßen“-Festivals startet.
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Die Musikanten kommen: Die Premiere des „Saitenstraßen“-Festivals startet.

Vielseitiges Programm für Jung und Alt

Größer als der Bozner Markt: Das „Saitenstraßen“-Festival beginnt

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Fünf Tage Unterhaltung pur: In Mittenwald, Krün und Wallgau findet das „Saitenstraßen“-Festival statt. Mit über 100 Gruppen und etwa 500 Musikern.

Oberes Isartal – Abfahrt um 9.32 Uhr, München Hauptbahnhof. Der Zug setzt sich in Bewegung, steuert Mittenwald an. Alles ganz normal. Mit einer Ausnahme: Am kommenden Samstag, 1. Juni, greift das Contra Ensemble während der Fahrt zu seinen Instrumente, spielt zünftig auf. Ein Konzert auf Schienen – zum normalen Ticketpreis, aber mit besonderem Hintergrund. Es gehört zum Programm des „Saitenstraßen“-Festivals im Oberen Isartal.

Der Volksmusikzug soll Lust machen auf das Großereignis in Mittenwald, Krün und Wallgau. Er ist eine pfiffige Werbeidee, vereinbart zwischen der Alpenwelt Karwendel (AWK) und dem Partner Deutsche Bahn. Zusätzlich zu den extra gedruckten Flyern, die in den Waggons der Werdenfelsbahn ausliegen.

Ein Stück Bilderbuch-Bayern, aber ohne Kitsch

Doch die Veranstalter trumpfen bei der Premiere nicht nur damit richtig auf. Das Programm vom heutigen Mittwoch bis Sonntag, 2. Juni – vielseitig und für alle Altersgruppen gedacht. Das Isartal als ein Stück Bilderbuch-Bayern. „Aber ohne kitschig zu sein“, betont Manuel Huber, Vize-AWK-Geschäftsführer. Sondern authentisch und unverfälscht.

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Die Planung läuft schon lange, bei den Vorbereitungen fehlt nur noch der Feinschliff. Die Stanka mit Hinweisschildern etwa. Zelte, Bühnen und die Stände für die Hüttenmärkte mit den unterschiedlichen Themen „Tracht und Tradition“ in Mittenwald, „Lokale Spezialitäten“ in Wallgau und „Handwerk und Brauchtum“ in Krün stehen bereits. Jetzt müssen nur noch die 105 Gruppen mit etwa 500 Musikern kommen. Die Resonanz ist gewaltig. „Wir hätten fürs erste Mal nicht mit so vielen gerechnet“, sagt Huber erfreut. Er spricht von der „größten Veranstaltung, die wir bisher hatten“. Größer als der Bozner Markt, weil das Festival in den drei Orten stattfindet. Etwa 20 000 Besucher werden erwartet.

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Muss nur noch das Wetter mitspielen. Die Eröffnung mit dem Gebirgsmusikkorps und heimischen Gruppen am heutigen Mittwoch um 17 Uhr wurde bereits vom Berggasthof St. Anton in den Mittenwalder Kurpark verlegt. Huber und Co. bleiben trotzdem zuversichtlich, dass am Wochenende Petrus ein Einsehen hat. Ansonsten gibt es draußen Unterstellmöglichkeiten für die Gäste und darüber hinaus Auftritte in Gastwirtschaften und Kirchen. Regen ist also keine Ausrede für Abstinenz. MANUELA SCHAUER

Weitere Informationen

Tickets sind im Internet unter www.saitenstrassen.de, bei München-Ticket sowie an den Touristinformationen Mittenwald, Krün und Wallgau erhältlich. Der Festpass (gesamt) kostet 17 Euro, die Tageskarte neun Euro, Kinder unter 13 Jahren sind frei. Für Menschen mit Schwerbehindertenausweis gibt es Ermäßigungen. Alles weitere Wissenswerte rund um das Festival ist auf
www.saitenstrassen.de zu finden.

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