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Musik verbindet: Beim „Saitenstraßen“-Finale ist die Bühne gefüllt mit Sängern und Musikern. Im Festzelt sitzen rund 700 Besucher.

Die drei Orte stemmen Großereignis

„Saitenstraßen“-Festival wird zum Erfolg: Wiederholung geplant

Zufriedene Gesichter nach dem großen „Saitenstraßen“-Festival: Mehr als 500 Musikanten, 100 Gruppen, drei Blaskapellen, klassische Ensembles und rund 400 ehrenamtliche Helfer sorgten im Oberen Isartal für das Gelingen der Veranstaltung. 

Oberes Isartal – Ein bisschen mulmig war den Organisatoren im Vorfeld schon. Es regnete und regnete. Die leichten Sorgen sind längst verschwunden, haben Platz gemacht für die Freude über den Verlauf des „Saitenstraßen“-Festivals. Mit der Premiere zeigen sich die Organisatoren durchaus zufrieden.

„Diese Reichweite haben wir uns vor drei Jahren nicht vorstellen können“, verriet Wallgaus Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) als Erster Vorsitzender des eigens gegründeten Fördervereins beim Bilanzgespräch im Mittenwalder Rathaus. Mehr noch: „Diese Veranstaltung hat die drei Isartaler Orte näher zusammenrücken lassen.“ Für Zahler war dabei das gut durchdachte Konzept mit seinen vielen Musik-Stilrichtungen ausschlaggebend. Ihm zufolge beweisen die 10 000 Besucher und 5000 verkauften Tickets für die Festzentren, dass „diese Premiere als Einheit wahrgenommen wurde, bei der die Richtung absolut stimmt“.

Der künstlerische Leiter Dr. Carsten Gerhard zog ebenfalls ein positives Resumée. „Es war ein gelungener Brückenschlag zwischen Klassik und Volksmusik.“ Die klassischen Konzerte seien ausgesprochen nachgefragt und alle Veranstaltungsorte gut besucht gewesen. Ebenso habe der internationale Austausch Anklang gefunden. „Schön, dass unser Konzept aufgegangen ist.“ Für Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) trugen zwei Faktoren wesentlich zum Gelingen bei: zum einen der Einsatz des Shuttlebusses, zum anderen der Gesamteindruck durch die einheitliche Dekoration. „Dadurch haben wir in Krün und Wallgau ebenso 50 Prozent der Besucher gezählt wie in Mittenwald.“

Noch größere Besucherzahlen bei zweiter Auflage erwartet

Als Vereinsvorsitzender der „Saitenstraßen“ sieht er aber auch Verbesserungspotenzial. „Derzeit sammeln wir Rückmeldungen, führen Gespräche und werden zeitnah auch noch Vereinsgremien einladen“, verdeutlichte Krüns Gemeindechef. „So können wir bewerten, welche Anpassungen beim nächsten Mal nötig sind.“

Das Festival bleibt also keine Eintagsfliege. Die Organisatoren haben sich terminmäßig bereits festgelegt. „In zwei Jahren werden wir es erneut versuchen“, sagte Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU). „Von der zweiten Auflage versprechen wir uns noch größere Besucherzahlen.“ Obwohl noch nicht alle Partner ihre zu einem abschließenden Fazit nötigen Rechnungen gestellt haben, seien die Verantwortlichen mit den Einnahmen aus dem Kartenverkauf alle vollauf zufrieden.

Das gilt auch für Dr. Constanze Werner als Leiterin des Geigenbaumuseums. „Wir hatten ein volles Haus und die Karten unserer Postkarten-Ausstellung „Leben im Dorf – im Dorf leben“ fanden hervorragenden Absatz“, bilanzierte sie. Großen Anklang hätten auch die Gastspiele der italienischen und tschechischen Gäste gefunden. „Es kam zu den von uns erhofften Begegnungen und auch aus der Bevölkerung heraus wurden Kontakte für die Zukunft geknüpft.“ Geschäftsführerin Sabrina Blandau von der Alpenwelt Karwendel stellte fest, „dass sich alle Organisatoren, Musiker, Helfer und Sponsoren aus Überzeugung eingebracht haben und deshalb diese Veranstaltung ein Erfolg wurde“. Geplant hat das Führungsteam deshalb ein großes Helferfest, weil „alle an uns geglaubt haben“. Die drei Bürgermeister aus dem Isartal sind sich jedenfalls einig, wie Zahler erläuterte: „Nach den guten Erfahrungen mit den ,24 Stunden von Bayern‘ haben wir erneut unseren Zusammenhalt bei einer gemeinsamen Großveranstaltung gezeigt.“

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