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Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich Ende August 2019 im Oberen Isartal ereignet.

Polizei legt Statistik vor

332 Verkehrsunfälle rund um Mittenwald: Zwei enden tödlich

  • vonChristof Schnürer
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Weniger Verkehrsunfälle als im Vorjahr haben sich 2019 im Oberen Isartal ereignet. Polizeichef Thomas Holzer präsentiert die Zahlen.

Oberes Isartal – 332 Verkehrsunfälle haben sich im Jahr 2019 in der Alpenwelt Karwendel ereignet – dabei verloren zwei Menschen ihr Leben. 61 Betroffene erlitten Verletzungen.

Gegenüber dem Vorjahr (91) immerhin ein Drittel weniger. Bei sieben Karambolagen, bei denen fünf Verkehrsteilnehmer Blessuren davontrugen, spielte Alkohol eine entscheidende Rolle. Im Vergleich zu 2018 (zehn Verletzte/elf Unfälle) bedeutet dies ebenfalls einen klaren Rückgang. Nach wie vor – und definitiv nicht nur im Oberen Isartal – bildet überhöhtes Tempo die entscheidende Ursache, wenn es kracht. Drei Verletzte bei 14 Unfällen sind darauf zurückzuführen (2018: zwei Tote und 20 Verletzte bei 24 Kollisionen). Besonders traurig: 70 Unfallverursacher machten sich aus dem Staub. Immerhin 21 von ihnen konnte die Polizei noch ermitteln. 2018 lautete das Verhältnis 78 zu 30.

Allein nur durch die schwerwiegenden Verkehrsunfälle entstand ein Sachschaden von etwa 223 000 Euro (2018: 541 000 Euro). Auch das ist dem Zahlenwerk zu entnehmen, dass der Mittenwalder Polizeichef Thomas Holzer dem Marktgemeinderat und tags darauf den anderen beiden Bürgermeistern aus Krün und Wallgau präsentierte.

Suchtmittel aller Art sind laut jüngster Statistik der Ordnungshüter auch weiterhin nicht zur Gänze von der Straße zu bannen. Allein im Rahmen von Kontrollen zogen die Beamten 18 Pkw-Lenker aus dem Verkehr (2018: 21). Elfmal stand ein Fahrer unter Drogeneinfluss (2018: sechs). Zwölfmal ermittelte anschließend der Staatsanwalt, gegen 17 Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Fünf Trunkenheitsfahrten (2018: sieben) konnten im letzten Moment verhindert werden.

Was möglicherweise einen Grund für die abnehmenden Unfälle darstellt, ist die enorme Verkehrsdichte. Allein im Landkreis verzeichnet man bei 88 467 Einwohnern insgesamt 77 659 zugelassene Fahrzeuge (2018: 76 558) – Tendenz weiter steigend. „Hier wird irgendwann ein Kollaps passieren“, schwant Holzer Übles.  

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