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Fest im Griff hat der tierfreundliche Polizist  den Turmfalken „Falco“. Der Kollege schaut während des Besuchs beim Tierarzt ein wenig skeptisch drein. 

Wanderer fanden den verletzten Vogel

Polizist päppelt jungen Falken auf: neue Heimat für „Falco“ gefunden

  • vonChristof Schnürer
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Ein Polizist kümmert sich seit einigen Tagen um einen verletzten Turmfalken. Sinnigerweise nennt er ihn Falco. Nun hat er eine neue Heimat für den Vogel gefunden. 

Mittenwald – Normalerweise packt der Mittenwalder Polizist zu, wenn es um böse Buben geht. Doch nun hat der Polizeibeamte keine betrunkenen Randalierer, sondern ein Federvieh fest im Griff. „Eine handvoll Vogel“, beschreibt er seinen gefiederten Freund. Seit einigen Tagen kümmert sich der Mann aus dem Oberen Isartal um den verletzten Turmfalken.

Aufmerksame Wanderer hatten den jungen Greifvogel am Samstagnachmittag in der Nähe des Luttensees im Kranzberggebiet entdeckt. „Falco“, so taufte ihn sinnigerweise der Polizist, saß am Boden und konnte nicht mehr wegfliegen. „Er ist irgendwie am Fuß lädiert.“ Das ergab auch eine Untersuchung in der Praxis des Mittenwalder Tierarzts Martin Simon.

Polizist päppelt jungen Turmfalken mit Rohfleisch wieder auf

Die vergangenen vier Tage versuchte der Tierfreund in Uniform seinen tierischen Gast mit Rohfleisch aufzupäppeln. Dabei musste er aufpassen, nicht Opfer des scharfen Schnabels zu werden – zumal ein Falke seinen Kopf ordentlich nach hinten drehen kann.

Inzwischen hat der Polizeibeamte Kontakt mit der Greifvogelstation in Sauerlach aufgenommen. Dorthin hat erf seinen Falco gestern gebracht. „Da ist er besser aufgehoben. Schauen wir mal, ob er wieder fliegt.“

Wobei der Polizeibeamte nicht verhehlen möchte, dass er den Vogel auch gerne behalten hätte. Nicht viele werden einen Turmfalken ihr Eigen nennen, der obendrein auch noch Falco heißt. 

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