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Gudrun Rademacher reagiert auf die Platz- Situation im Hotel.

Der Traditionsbetrieb reagiert auf beengte Situation

Mittenwald: Post-Chefin räumt mit Gerüchten auf

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Dürfen Einheimische und Tagesausflügler noch ins Hotel-Restaurant? In Mittenwald kursieren derzeit Gerüchte, dass dies nicht mehr der Fall sein soll. 

Mittenwald – Sie kann es nicht begreifen. „Wer erzählt so etwas?“ Mehrfach wurde Gudrun Rademacher in jüngster Zeit mit einer Frage konfrontiert, die in Mittenwald die Runde macht. Es heißt, das Restaurant des Post-Hotels soll künftig nur noch für Gäste des Vier-Sterne-Hauses geöffnet sein und nicht mehr für Einheimische oder Tagesausflügler. Doch an den Gerüchten ist nichts dran. „Wir haben keine Veranlassung zuzumachen.“

Die Inhaberin gibt zwar zu, dass man sich mal für einen Ruhetag entschieden hat. Aus einem Grund, der alle Gastronomen in der Marktgemeinde betrifft. „Die Personalsituation ist nicht mehr so gut, wie sie früher war“, sagt sie. Auch mittags blieb die Küche ab und an kalt. Aber nicht etwa, weil man jemand vergraulen möchte. „Bei schönem Wetter ist keiner im Ort.“ Und wenn doch, setzen sich die Besucher in den Biergarten.

Im Innenbereich passiert derzeit trotzdem etwas. Man reduziert das Angebot aber nicht. Ganz im Gegenteil: „Wir bauen um“, sagt die Chefin. Neben einem kleinen Foyer, das entsteht, wird die Küche renoviert und der Frühstücksraum um 65 auf 140 Plätze erweitert. Damit beabsichtigt Rademacher vor allem, die beengte Situation zu entzerren. Im Sommer und in Weihnachten, wenn das Hotel am Obermarkt 9 in der Regel vollbelegt ist, sei der Frühstücksraum zu klein.

In diesem Fall ist man auf das À-la-Carte-Restaurant ausgewichen. Ähnlich verhielt es sich bei Vereinstreffen. Anfragen erhielt Rademacher einige. Tatsächlich suchten sich die Interessenten wegen des begrenzten Platzes dann andere Räume. All das gehört bald der Vergangenheit an.

Ein wirtschaftlich gutes Jahr verhilft der Hotel-Führung zu dem Schritt. „Wir hatten Geld übrig und investierten“, teilt die Chefin mit. Bisher habe man immer nur die Zimmer aufgemöbelt. Bis Weihnachten sollen die Arbeiten, die bereits seit Anfang des Jahres laufen, beendet sein – ein halbes Jahr später als geplant.

„Wir mussten das Dach renovieren, das hat sich wegen der Statik verzögert.“ Dass der jetzt anvisierte Fertigstellungstermin eingehalten werden kann, davon ist sie überzeugt. Eine Pause wurde am Sonntag aber tatsächlich eingeläutet – die normalen jährlichen Schließzeiten. Ein paar Tage vor Weihnachten, voraussichtlich am 20. Dezember, sperrt Rademacher ihr Traditionshaus wieder auf. Dann sollte sich der Umbau im Endspurt befinden.

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