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Gerettet: Dieser Hund saß in der Hitzefalle.

Tier-Drama im Schwarzenfeld 

Herrchen ließen sie im Campingbus in Mittagshitze: Polizei rettet Hunde in letzter Sekunde

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Der Campingbus steht in der prallen Sonne. Zwei Hunde kämpfen im heißen Wagen-Inneren um ihr Leben. Polizei und Anwohner bemerken die armen Tiere - und dann geht alles ganz schnell.

Mittenwald – „Hitze tötet – schon wenige Minuten reichen, um ein Auto im Sommer auf 70 Grad Celsius aufzuheizen und zur Todesfalle für Lebewesen werden zu lassen.“ Mit diesem Appell weist die weltweit größte Tierrechtsorganisation Peta eindringlich auf eine Unachtsamkeit hin, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Dass diese Art der Tierquälerei aktueller denn je ist, beweist der jüngste Fall aus Mittenwald.

Am Campingplatz im Schwarzenfeld hört man es Bellen

Am Dienstag wurde zur Mittagszeit die Polizei informiert, dass sich auf dem Campingplatz im Schwarzenfeld in einem Kleinbus zwei bellende Hunde befinden. „Kein Mensch weit und breit zu sehen, der Wagen stand voll in der Sonne“, berichtet Christine Sprenger. Die Vorsitzende des örtlichen Tierschutzvereins war zufällig vor Ort. Sie wollte Plakate für den anstehenden Flohmarkt aufhängen.

Wagen stand voll in der Sonne

Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, können sie im heißen Wagen-Inneren ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren. Sie erleiden irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand. Es war also auch im Schwarzenfeld allerhöchste Zeit für die leidenden Vierbeiner. 

Polizist kann Fenster öffnen - Anwohnerin kriecht hinein

Einem Polizisten gelang es dann in der ärgsten Mittagshitze, durch einen Spalt am Fenster mit einem Drahtbügel die Tür zu öffnen. Sprenger kroch hinein und befreite die Tiere. „Sie waren nicht aggressiv, aber wir waren geschockt, was für ein abgemagerter Hund da zum Vorschein kam“, verdeutlicht die Mittenwalderin. Der zweite Vierbeiner war von der Statur her laut Sprenger in Ordnung. „Wir haben sie erst mal mit Futter und Wasser versorgt.“

Gerade als sie die Hunde ins Tierheim bringen wollte, radelten die Besitzer aus den Niederlanden daher. Sie waren natürlich völlig irritiert, weil die Polizisten mit ihren Tieren vor ihrem Campingbus standen. „Nach langen Diskussionen stellten wir fest, dass es keine verantwortungslosen Hundebesitzer sind“, erzählt Sprenger. Ihr zufolge sollen sie sogar einsichtig gewesen sein.

Lesen Sie auch von einem anderen Tierdrama vom Alpenraum (Achtung: Nichts für schwache Gemüter): Über einen Hund, der von einem anderen Hund grausam zu Tode gequält wird, unter den Augen der Halterin und der Nachbarn. Dann kauft sie sich einen Neuen.

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Zugegeben: Dieser Eingriff beweist technisches Können und Kreativität - aber eben auch kriminelle Energie.

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