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Hoher Besuch: Staatssekretär Thomas Silberhorn (3. v. l.) zu Gast bei den Mittenwalder Gebirgsjägern. Mit dabei: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (2. v. r.) und CSU-Landtagsabgeordneter Harald Kühn (r.).

Auf Truppenbesuch

Ausrüstung: Staatssekretär verspricht Gebirgsjägern Hilfe

Den Gebirgsjägern soll es in puncto Ausrüstung an nichts mangeln. Mit diesem Vorsatz hat Staatssekretär Thomas Silberhorn seinen Truppenbesuch in Mittenwald beendet.

Mittenwald Der hohe Besuch schwebt vom Himmel ein – mit einem Hubschrauber. Geht bekanntlich schneller, zumal gehetzte Bundespolitiker nie viel Zeit haben. Bezeichnenderweise landet Thomas Silberhorn (CSU) auch mit 45 Minuten Verspätung auf dem Exerzierplatz der Mittenwalder Edelweißkaserne. Dort wird bei Regen der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium schon sehnlichst erwartet.

Zuvor hatte der 52-Jährige, der seit März 2018 quasi die rechte Hand von Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ist, die Gebirgsjäger in Bad Reichenhall inspiziert – genauer gesagt: die Brigade 23 und die Tragtier-Kompanie (Mulitreiber).

Auf Sommertour

Den Truppen-Besuch unterm Karwendel hatte Silberhorns Parteifreund Alexander Dobrindt, seines Zeichens CSU-Landesgruppenchef, eingefädelt. „Er kommt im Rahmen seiner Sommertour“, informiert der Bundestagsabgeordnete aus Peißenberg. „Ich habe ihn gebeten, dabei auch im Standort Mittenwald vorbeizuschauen.“

Die Zukunft der Armee steht permanent auf der Agenda im politischen Berlin. „Es wird viel für die Infrastruktur und Modernisierung der Bundeswehr getan“, betont Dobrindt. „Meine Bitte an ihn war, hier in Mittenwald schnell und noch mehr in die Unterkünfte zu investieren.“

In Begleitung von Dobrindt war einmal mehr der CSU- Landtagsabgeordnete Harald Kühn erschienen. „Die Standortfragen beschäftigen uns seit Jahren intensiv“, unterstreicht der Murnauer, der seit 2013 im Maximilianeum den Stimmkreis Weilheim-Schongau vertritt. „Mit Hilfe von Herrn Dobrindt haben wir es geschafft, die regionalen Standorte zu erhalten und zu stärken“, preist der ehemalige Landrat seinen schwarzen Parteifreund. Für Kühn haben Ortstermine eine zentrale Bedeutung: „Hier und heute können wir uns selbst ein Bild vom aktuellen Stand der baulichen Maßnahmen verschaffen.“

Nachholbedarf

Als der Gast von der Spree mit besagter Verspätung gelandet ist und von Kommandeur Jakob Klötzner in Empfang genommen wurde, geht es in kleinen, gepanzerten Fahrzeugen zunächst zur Standort-Schießanlage. Am Isarhorn erhalten Silberhorn und Co. Einblick in die Aufgaben eines sogenannten Bataillons-Gefechtsstands. Im Konvoi führt die Tour weiter zum Seinsbach zu zwei dort aufgebaute Seilstellen. Den Besuchern – wegen des Regens mit Gore-Tex-Tarnbekleidung ausgestattet – wird gezeigt, wie Gebirgsjäger schwieriges Gelände überwinden.

„Wie schwer ist die Ausrüstung, wie lange brauchen die Jager zum Aufbau solcher bis zu 80 Meter langen Stege und Rutschen?“ Alle Fragen beantwortet ein Hauptmann und Heeresbergführer kompetent und informativ.

Gebirgsjäger unverzichtbar

„Für mich sind dies ganz neue Bilder zwischen den Akten im Gehirn“, findet Staatssekretär Silberhorn. Ebenso nimmt er mit auf die Rückreise, dass in puncto Einsatz-Kampfausrüstung bei den Gebirgsjägern akuter Nachholbedarf besteht. Ein Defizit, das es so schnell wie möglich abzustellen gilt für den Parlamentarischen Staatssekretär. „Denn die Gebirgsjäger sind im Brigadeverband mit ihren Fähigkeiten unverzichtbar und suchen mit ihrer Professionalität in der NATO ihresgleichen.“ Weiter unterstreicht Silberhorn: „Deshalb war es für mich wichtig zu erfahren, welches Fähigkeitsprofil auf die Gebirgsjäger zutrifft und wie wir die Ausrüstungsplanung nach dem gestalten, was ein Jager im Einsatz wirklich braucht. Das müssen wir dann versuchen, im Haushaltsausschuss durchzubringen.“

Zufrieden über den Besuch aus Berlin und München zeigte sich Gastgeber Klötzner. „Wir konnten den Politikern im Gelände einen Einblick vermitteln und unsere Anforderungen und Bedürfnisse in der Praxis aufzeigen.“ Für Staatsekretär Silberhorn war dieser Arbeitstag aber noch nicht zu Ende. Er flog anschließend zu einem Vortrag ins Marshall-Center nach Garmisch-Partenkirchen.

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