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Stimmungskanonen auf der Bühne: (v.l.) Robert Ehlis (Juror und Kabarettist), Toni Sponsel (Dritter), Florian Fink (Gewinner), Christine Reimer (Tante Moni aus „Dahoam is Dahoam“), Chris Buntspecht (Zweiter) und Josef Piendl (Juror und Gstanzlsänger). Vorne kniet Moderator Harry Meier, der diese Meisterschaft erfunden hat.

Meisterschaft in Dachau

Witze-Champion Sponsel landet auf Platz drei

Knapp gescheitert ist Toni Sponsel. Der Mittenwalder Titelverteidiger landete bei der Oberbayerischen Witzemeisterschaft in Dachau auf Platz drei.

Mittenwald – Der Gaudibursch aus Mittenwald ist als Titelverteidiger angereist. Als Dritter hat Toni Sponsel den erneuten Triumph bei der Oberbayerischen Witzemeisterschaft in Dachau denkbar knapp verpasst. „Wir waren alle nur einen Punkt auseinander“, sagt Sponsel. Ohne Umschweife konstatiert der 69-Jährige: „Heuer war es schwerer als 2018.“

Vor einem Jahr strahlte die Stimmungskanone vom Karwendel bei der Konkurrenz in Ebersberg noch von ganz oben vom Podest. In der ASV-Halle in Dachau hatte es Sponsel nun mit sieben Herausforderern zu tun. Und die Humor-Profis kamen auf der Bühne ordentlich ins Schwitzen. „Wir mussten drei Runden lang Witze in elf vorgegebenen Kategorien zum Besten geben“, berichtet der Titelverteidiger. Er und seine Mitstreiter erzählten etwa zu den Themen Dahoam is dahoam, andere Länder andere Sitten, Tiergeräusche, Kalauer und Berufe so manchen Knaller – der eine zündete beim Publikum, der andere weniger.

Nach zwei Runden standen die drei Finalisten schließlich fest: Florian Fink, der spätere Gewinner, Chris Buntspecht, die Nummer zwei, und Vorjahres-Champion Sponsel. Er durfte als letzter seine sieben Lieblingswitze darbieten. „Am Ende waren wir alle punktgleich.“ Alfred Hitchcock, der Thriller-Experte, hätte kein spannenderes Drehbuch schreiben können. Die Entscheidung fiel also in einer Extrarunde. Da war bei der langjährigen Verwaltungskraft aus Mittenwald Improvisation gefragt. Ärgerlich für ihn: „Ich musste kurzfristig einen neuen Witz aus meinem Gedächtnis kramen, weil ein Kandidat einen schon von mir 2018 in Ebersberg erzählten Witz gebracht hat.“ Am Ende fiel die Entscheidung haarscharf aus.

Organisiert hatte die Witzemeisterschaft wieder Harry Meier. Der 37-Jährige aus Kastl hatte Sponsel im Vorfeld in Mittenwald besucht, um mit ihm einen Bewerbungsfilm für diese Humor-Titelkämpfe zu drehen. Der Spot läuft im Internet und bei Facebook.

Den gebürtigen Partenkirchner Sponsel verschlug es 1972 nach Mittenwald. Als Wirt vom Flößerstüberl und Busfahrer im Ausflugsverkehr sammelte er von Urlaubern, Gästen und Mitreisenden gute Witze. „Mittlerweile verfüge ich über ein Stichwortverzeichnis von über 200 Witzen.“ Den nun folgenden steuerte Sponsel im Finale bei: Weil der Bua den Bus versäumt hat, fährt ihn der Papa zur Schule. „Hier war ich auch vor 30 Jahren“, verrät er seinem Sohn. „Aha, dann bist Du also derjenige“, stellt der Sohn fest. „Warum?“, fragt der Papa. Sein Bub antwortet: „Weil der Lehrer immer sagt, dass er vor genau 30 Jahren schon einmal so einen Deppen wie mich unterrichtet hat.“

Wolfgang Kunz

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