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Kleiner Parkschein, großer Ärger: Eine Ohlstädterin kämpft gegen Behördenirrtum.

Trotz gültigem Parkticket

Riesenärger nach Behörden-Irrtum: Frau parkt Auto auf Wanderparkplatz - nun droht Verfahren

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Eine Wanderin hat im Karwendelgebirge geparkt und trotz gültigem Ticket einen Strafzettel erhalten. Ihr wurde versichert, das Bußgeld sei nichtig. Doch dann kam Post von der Behörde.

  • Eine Wanderin hat auf einem Parkplatz im Karwendelgebirge geparkt.
  • Trotz gültigem Ticket bekam sie einen Strafzettel wegen angeblichen Falschparkens.
  • Nun droht ihr sogar ein Verwaltungsstrafverfahren. 

Scharnitz/Ohlstadt – 30 Euro. Diese Summe muss Nicole Weiß jetzt bezahlen, zumindest, wenn es nach den Tiroler Behörden geht. An sich nicht viel. Doch die Geschichte dahinter bringt die Rechtsanwältin aus Ohlstadt zur Weißglut. Sie und ihr Mann haben angeblich am Fuße des Karwendelgebirges falsch geparkt. Angeblich. Denn in Wahrheit dürfte Weiß von einem behördlichen Irrtum betroffen sein und kämpft jetzt ums Prinzip für Gerechtigkeit.

Alles begann am 22. September, einem sonnigen Herbsttag. Weiß und ihr Mann wollten diesen Sonntag nutzen, um in den Bergen um Mittenwald zu wandern. Ihr Ziel war das Karwendelhaus des deutschen Alpenvereins.

Mega-Ärger nach Behörden-Irrtum auf Wanderparkplatz: Strafzettel trotz gültigem Parkticket 

Die beiden Ohlstädter parkten ihren VW Multivan auf dem großen Karwendelparkplatz in Scharnitz. Dort, wo kürzlich erst das neue Infozentrum samt Holzermuseum errichtet wurde. Auch viele Isartaler nutzen den Parkplatz dort als Ausgangspunkt für Touren ins Karwendeltal. „Wir haben bereits einige Male dort geparkt“, sagt Weiß. Deshalb wusste Sie bereits, dass er kostenpflichtig ist, hat dafür zu Hause extra Kleingeld gesammelt und mitgenommen. Weiß bezahlte damit das Parkticket an dem Automaten an der kleinen Hütte. Es galt für einen gesamten Tag. Sie legte es gut sichtbar auf das Armaturenbrett ihres Autos.

Als sie Stunden später von ihrer Tour zurückkamen, klemmte ein Strafzettel an der Windschutzscheibe. Verärgert machte sich das Ehepaar auf den Weg zur Touristinformation. Eine Dame telefonierte daraufhin mit dem Parkscheinkontrolleur. Sie versicherte Weiß daraufhin, dass sie den Parkschein vor Ort lassen soll und sich damit die Sache erledigt hätte und der Strafzettel ungültig wäre. So weit, so gut.

Den Originalparkschein gab das Paar allerdings nicht aus der Hand, sondern ließ ihn vor Ort kopieren. „Wir wollten nicht unser einziges Beweismittel verlieren.“

Frau parkt auf Wanderparkplatz bei Mittenwald - nun droht ihr Strafverfahren

Nach einigen Wochen lag ein Schreiben im Briefkasten von Weiß. Die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck schickte eine Zahlungsaufforderung. „Dem Schreiben nach kommt als nächstes ein Verwaltungsstrafverfahren auf uns zu.“ Weiß legte Einspruch ein, schrieb der Gemeinde Scharnitz eine Email, zu der sie eine „recht plumpe Antwort“ erhalten habe: Sie solle den Parkschein und den Strafzettel schicken. Ersterer war bereits im Anhang des ersten Schreiben von Weiß enthalten. Zweiterer läge womöglich in der Touristinfo in Scharnitz. „Wir haben ihn da gelassen, weil es ja hieß, die Sache wäre erledigt.“

Mit einem weiteren Schreiben räumte die Tiroler Kommune nun ein, dass ein Fehler passiert sei und sie sich drum kümmern würden. Weiß ist gespannt. Schließlich geht es ihr nicht um die 30 Euro. „Mir geht es ums Prinzip.“

In Garmisch-Partenkirchen ist aktuell außerdem eine Kundin empört, die in einem Einkaufszentrum einkaufte. Sie erhält einen Bußgeld-Bescheid - wegen sechs Minuten. 

Der BGH hat inzwischen ein Urteil gefällt, das Falschparkern gar nicht gefallen dürfte. Die Zeit der Knöllchen-Ausreden ist vorbei. In diesem Artikel erklären wir Ihnen die Folgen eines Urteils des OLG Frankfurt, demzufolge hunderttausende Strafzettel ungültig sind.

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