Völlig ausgetickt

Mittenwalder droht, Haus in die Luft zu sprengen

Mittenwald - Völlig ausgetickt ist ein Mittenwalder am Dienstagmorgen. Der Höhepunkt: Einem Nachbarn gegenüber soll er gedroht haben, ein Haus in die Luft zu sprengen. Er hatte sogar schon eine angeblich brennbare Flüssigkeit vergossen...

Der 48-jährige, polizeibekannte Mann war in der Nacht zunächst durch unablässige Ruhestörungen aufgefallen. Dass der Isartaler im Begriff war, völlig auszuticken, deutete sich dann in den Stunden vor dem Polizei-Einsatz an. Mehrfach terrorisierte er die Beamten der örtlichen Inspektion mit Anrufen und beleidigte die Ordnungshüter dabei laut Polizeichef Michael Weber „auf das Massivste“.

In den frühen Morgenstunden erschien schließlich ein Mann in der Dienststelle und berichtete dort Ungeheuerliches: Sein Nachbar, jener offenbar völlig entfesselte Mittenwalder, habe im Eingangsbereich des Mehrfamilienhauses an der Schöttlkarstraße eine vermutlich brennbare Flüssigkeit vergossen sowie einen Zettel mit der Aufschrift „Explosionsgefahr“ angebracht. „Daraufhin sind die Kollegen sofort aufgebrochen“, teilt Thomas Rappensberger, der stellvertretende Mittenwalder Dienststellenleiter, mit. Ihm zufolge soll es sich bei der Substanz „vom Geruch her“ um Franzbranntwein gehandelt haben. Jedenfalls sei es eine vergleichsweise harmlose Flüssigkeit gewesen.

Gegen 6.30 Uhr hatte die Streife die Wohnung des psychisch auffälligen Isartalers, der laut Rappensberger „schon öfters aufgetreten ist“, erreicht. Nachdem der Ruhestörer auf Zureden der Beamten nicht reagierte, ließ die Polizei die Türe durch einen Schlüsseldienst öffnen. Dann schnappte man sich den 48-Jährigen, der sich widerstandslos abführen ließ – allerdings beleidigte er diesmal die Rettungskräfte. Und davon waren einige vor Ort: Neun Feuerwehrmänner mit drei Fahrzeugen sowie zwei Rotkreuz-Helfer.

Christof Schnürer

Rubriklistenbild: © dpa

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