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Farbe im Spiel: Nicht nur die Show von Rigoros ist intensiv.
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Isarflimmern unterm Karwendel

Mittenwalder Mittnacht: Nichts an Zuspruch eingebüßt

Das Isarflimmern unterm Karwendel hat offenbar nichts von seiner Strahlkraft verloren: Am Samstag haben sich wieder unzählige Nachtschwärmer in die Mittenwalder Mittnacht gestürzt. Eine beschwingte und friedliche Feiermeile.

Mittenwald – Der Bass dröhnt, aus fast allen Lokalen erschallt Livemusik. Das Zentrum ist proppenvoll, es riecht nach würzigen Bratwürsten, süffigen Cocktails und einem Spitzenabend. Die Stimmung konnte am Samstag nicht besser sein bei der Mittenwalder Mittnacht. Zehn Bands verwandelten den Geigenbauort in eine große Partymeile, auf der ausgelassen, aber friedlich gefeiert wurde.

Die musikalische Bandbreite war enorm. Seit mittlerweile neun Jahren verwandelt Rupert Reggel die Marktgemeinde, die ja nicht unbedingt für ihr abwechslungsreiches Nachtleben bekannt ist, zu einer einzigen, großen Bühne. Selbst nach fast einem Jahrzehnt hat das Isarflimmern unter Karwendel nichts an Zuspruch eingebüßt. Ganz im Gegenteil: Gefühlt werden es sogar immer mehr Menschen, die die Livemusik und die Showacts verfolgen wollen. Während im Fasl-Beck mit Andis Blues-Orchester eher ruhigere Töne angeschlagen werden, sorgt in der Südtiroler Stubn Hans Jürgen wieder einmal für Stimmung. Gerammelt voll sind beide Lokalitäten – von jung bis alt ist so gut wie jeder begeistert.

Black Bottom im Biergarten des Gasthofs Stern nutzte die laue Sommernacht für ein Konzert der besonderen Art. Die Menge war schnell begeistert von den Legenden, die allesamt schon über 40 Jahre Bühnenerfahrung auf dem Buckel haben. Die Hochstraße füllt sich währenddessen mehr und mehr. Im portugiesischen Restaurant „Espetada“ mit seinen ungarischen Besitzern sorgt die Gruppe Fretless für Stimmung. Sogar die momentan verwaiste Bar darüber ist brechend voll. Im „Sicilia“, dem ehemaligen „Heuboden“, bringt „Rigoros“ alle Semester zum Tanzen. Obwohl ihr Motto „Koan Stress“ ist, sorgen die jungen Musiker für erhöhten Blutdruck in dieser Sommernacht.

Vorm Alt Mittenwald sorgt eine Freiluft-Bar dafür, dass sich dort hunderte Junge und Junggebliebene versammeln. Es wird Caipirinha und Wodka-Orange ausgeschenkt. Oben spielt die Rockband Red Stixx – eine sogenannte Rockabilly-Band. Im Keller darunter heizen die Lokal-Matadoren Beeswax aus Krün ein. Richy, Seppi und Hubbi hämmern brachiale Punk-Rock-Töne durch die Diskothek Collage. Es wird getanzt und getrunken. Hübsche Bedienungen schenken bis in die frühen Morgenstunden aus. Das Collage war auch für die meisten die Endstation an diesen Abend. Trotz ausgiebigen Alkoholgenusses blieb es dennoch sehr ruhig. „Es wurde weder geschlägert noch randaliert“, wie Pächter Daniel Herzhauser positiv feststellt.

Ganz besonders impulsiv war die Gruppe Time Runner im Postkeller. Wohl selten kam es bisher vor, dass in den Brauerei-Räumlichkeiten so die Wände wackelten. Keinen hielt es mehr auf den Sitzen, alle klatschten, sangen und tanzten zu den Rhythmen der Münchner Musiker. Ihnen gefiel Mittenwald besonders gut: „Ein Traum“, sagte Sänger „Oki“ mit einem Strahlen. Mit einigen Zugaben belohnten sie die stimmungsvollen Isartaler.

Josef Hornsteiner

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